Schmerzmittel in Rossfleisch gefunden

Ein Berner Labor hat in Pferdefleisch einen entzündungshemmenden Wirkstoff nachgewiesen. Nicht das erste Mal.

Das kantonale Laboratorium Bern hat im Fleisch von Pferden das Medikament Phenylbutazon nachgewiesen. Bei einer Routinekontrolle von 30 Proben fanden sich Rückstände des Schmerzmittels in einem Pferde-Entrecôte aus Kanada.

Eine Gesundheitsgefahr für Konsumenten könne ausgeschlossen werden, teilte der Verband der Kantonschemiker mit. Die Konzentration sei mit 1,7 Mikrogramm Phenylbutazon pro Kilogramm Fleisch zu niedrig.

Ähnlicher Fall schon 2010

Der entzündungshemmende Wirkstoff ist für die Anwendung bei Nutztieren in der Schweiz nicht zugelassen. Es gibt allerdings Präparate, die Phenylbutazon enthalten und bei Pferden eingesetzt werden. Bei mit solchen Medikamenten behandelten Tieren muss die Behandlung sechs Monate vor der Schlachtung abgesetzt werden.

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Pferdefleisch aus zweifelhafter Haltung

0:57 min, aus Tagesschau vom 19.2.2013

Bereits 2010 hatte das Kantonale Laboratorium Bern bei einer Routineuntersuchung von 30 Proben Pferdefleisch in einer Probe Phenylbutazon gefunden. Damals stammte das Fleisch aus den USA.