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Neuer Höchststand Schweiz bleibt Magnet für Grenzgänger

320'000 Arbeitspendler gingen im letzten Jahr hierzulande einer Tätigkeit nach. Die meisten arbeiten im Genferseeraum.

Legende: Video Grenzgänger legen zu abspielen. Laufzeit 0:35 Minuten.
Aus Tagesschau vom 23.02.2017.
  • 320'000 Grenzgänger arbeiteten im letzten Jahr in der Schweiz. Das bedeutet Rekord.
  • Im Vergleich zu 2015 stieg die Zahl um 11'000 Arbeitnehmenr an.

Trotz neuem Höchststand hat sich das Wachstum bei den Grenzgängern etwas abgeschwächt. Von 2011 bis 2013 lag es jeweils noch zwischen 5 und 7 Prozent. Mit 3,7 Prozent nahm der Grenzgängerbestand aber auch letztes Jahr mehr als doppelt so stark zu wie jener der Erwerbstätigen insgesamt. Das zeigen Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS).

Über fünf Jahre hinweg beträgt das Plus sogar mehr als ein Viertel (26,6 Prozent). Pendelten 2011 noch 251'700 Arbeitnehmer über die Grenze, so waren es letztes Jahr fast 67'000 mehr, nämlich 318'500. Mehr als die Hälfte von ihnen hat den Wohnsitz in Frankreich, je rund ein Fünftel in Italien und Deutschland.

Legende:
Grenzgänger 2016 Die Zahl der Grenzgänger nahm in den letzten Jahren stetig zu. Bundesamt für Statistik

Über ein Drittel aller Grenzgänger arbeitet im Genferseeraum. Dort war der Zuwachs seit dem 4. Quartal 2015 mit 5,4 Prozent einmal mehr überdurchschnittlich. Die Nordwestschweiz, mit einem Anteil von knapp einem Viertel die zweitwichtigste Grenzgängerregion, verzeichnete 2,1 Prozent mehr ausländische Arbeitspendler.

Legende:
Grenzgänger 2016 nach Regionen Mit Abstand am meisten Grenzgänger arbeiten im Genferseeraum. Bundesamt für Statistik

Im Tessin reisten nach fünf Quartalen mit leicht rückläufigen Zahlen wieder 3 Prozent mehr Tagesaufenthalter an. Mittlerweile ist dort mehr als jede vierte erwerbstätige Person (27,1 Prozent) ein «Frontaliere» oder eine «Frontaliera» – eine Tatsache, die im Südkanton immer wieder für heftige Diskussionen sorgt.

Auch in die anderen Grossregionen zog es 2016 mehr Berufspendler aus dem Ausland, in die Ostschweiz etwa 3,3 Prozent und in den Espace Mittelland 1,4 Prozent. Zusammen mit Zürich und der Zentralschweiz vereinen diese Wirtschaftsräume aber lediglich ein Fünftel aller Grenzgänger in der Schweiz auf sich.

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33 Kommentare

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  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    Seit längerem schon war ich wieder beim Coop an meinem Wohnort. Unter den Kleininseraten habe ich 14 gefunden (gezählt!), in denen Frauen mit schweizerischen oder weniger schweizerisch klingelnden Namen Arbeit im Haushalt, in der Reinigung, im Kinderhüten, als Betreuungshilfe usw. suchen. Das sind 14 identifizierbare Personen, die im Kt. ZH sehr gerne eine unterbezahlte, aber legale Arbeit annehmen würden. Also. Mir soll niemand sagen, Sans Papiers nehmen diesen Leuten die Arbeit nicht weg.
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  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    Es geht nicht darum, dass GG-s mit lokalen Arbeitslosen 1:1 zu ersetzen wären. Wie blöd hält uns eigentlich, wer uns einen solchen hohlen Gedanken unterstellt? Der Zusammenhang zw. Anstieg der AL-Zahlen und GG-s ist trotzdem da. Leider fehlen immer noch verlässliche Studien, weil die Verantwortlichen von Wirtschaft&Politik dem Problem nicht ins Auge schauen wollen. Doch das Problem wird exponenziell grösser, in Paar Jahren wird es nicht mehr zu vertuschen sein. Dann aber zu spät.
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  • Kommentar von markus aenishaenslin (aenis)
    Ganz klar, bei 5000 Schweizer Frank verdient jeder im Euroland lebende, durch den Währungsunterschied monatlich glatte 600 Euro zusätzlich, niedere Lebenskosten im Elsass und in Süddeutschland lässt sich so gut leben.
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