Schweiz entsorgt ihre Streumunition

Die Schweizer Armee baut ihre Streumunitions-Bestände ab. Seit 2012 ist diese Munition in der Schweiz verboten.

Mehrer zylinderförmige Objekte die in einer Streubombe enthalten sind.

Bildlegende: Streumunitionsbomben enthalten sogenannten Bomblets, welche bei der Explosion gestreut werden und selbst explodieren. Keystone

Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) wird in der zweiten Hälfte des Jahres mit der Entsorgung der Streumunitionsbestände beginnen. Den Zuschlag für die Entsorgung erhielt die deutsche Firma Nammo Buck. Das VBS begründet dies mit der langjährigen Erfahrung des Unternehmens mit der Entsorgung dieser Munitionstypen. Über den Preis wurde aus Konkurrenzgründen Stillschweigen vereinbar.

Die Schweiz hat im Juli 2012 ein internationales Abkommen gegen Streumunition ratifiziert was auch eine Änderung des Kriegsmaterialgesetzes zur Folge hatte. In der Schweiz gilt nun ein umfassendes Verbot für Streumunition und die Armee ist verpflichtet ihre Bestände abzubauen. In den Munitionsbeständen des Militärs gibt es 200'000 so genannte Kanistergeschosse, die vom Verbot betroffen sind. Diese wurden in den 1980er und den 1990er Jahren beschafft. Die Bestände sollen bis 2017 entsorgt sein.