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Schweiz Schweiz entsorgt ihre Streumunition

Die Schweizer Armee baut ihre Streumunitions-Bestände ab. Seit 2012 ist diese Munition in der Schweiz verboten.

Mehrer zylinderförmige Objekte die in einer Streubombe enthalten sind.
Legende: Streumunitionsbomben enthalten sogenannten Bomblets, welche bei der Explosion gestreut werden und selbst explodieren. Keystone

Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) wird in der zweiten Hälfte des Jahres mit der Entsorgung der Streumunitionsbestände beginnen. Den Zuschlag für die Entsorgung erhielt die deutsche Firma Nammo Buck. Das VBS begründet dies mit der langjährigen Erfahrung des Unternehmens mit der Entsorgung dieser Munitionstypen. Über den Preis wurde aus Konkurrenzgründen Stillschweigen vereinbar.

Die Schweiz hat im Juli 2012 ein internationales Abkommen gegen Streumunition ratifiziert was auch eine Änderung des Kriegsmaterialgesetzes zur Folge hatte. In der Schweiz gilt nun ein umfassendes Verbot für Streumunition und die Armee ist verpflichtet ihre Bestände abzubauen. In den Munitionsbeständen des Militärs gibt es 200'000 so genannte Kanistergeschosse, die vom Verbot betroffen sind. Diese wurden in den 1980er und den 1990er Jahren beschafft. Die Bestände sollen bis 2017 entsorgt sein.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Haller, Kölliken
    So so, über den Preis wurde aus Konkurrenzgründen Stillschweigen vereinbart. Was ist den da mit der so viel gepriesenen Transparenz los? - Also diese Vergabe stinkt irgendwie zum Himmel.
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  • Kommentar von Frank Steinegger, Schaffhausen
    Soweit mir bekannt ist, sind massgebliche Staaten dem Abkommen nicht beigetreten. Ein Witz, wie wir Kosten produzieren um uns letztlich selbst zu limitieren. Ich bin gegen Streumunition, aber ich bin nicht dafür, dass der Igel seine Stacheln abgibt, während der Wolf seine Zähne weiterhin wetzt.
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    1. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      Der Igel hätte seine Stacheln behalten sollen. Allein politische Gründe haben uns in diese Lage gebracht, zur Freude der Wölfe, die sich wieder mal einen Vorteil einverleibt haben. - Fazit: Wir haben keine glaubwürdige Armee mehr. Die Kosten welche nun das VBS noch jährlich verursacht, dienen nur noch einzelnen "Lieferanten". - So sieht die heutige Armeeabschaffung aus. Die GSoA hätte es nicht besser hingekriegt.
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  • Kommentar von S. Sugano, Therwil
    Unglaubliche Frechheit ist das!!! Eine deutsche Firma namens Nammo Buck bekommt den mit Staatsgeltern Finanzierte Entsordungs Auftrag??? Inakzeptabel. Das wuerde nur das die letze Moeglichkeit sein, wenn es KEINE Schweizer Firma geben wuerde, doch es gibt sie eben! Ein Skandal das unsere Steuergelder nun in die Deutsche Wirtschaft fliesen, da bin ich absolut DAGEGEN! Zudem wer Garantiert uns, dass die nicht irgendwo in einem Kriegsgebiet auftauchen, und doch nicht Zerstoert wurden? Nein Danke!
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    1. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      Richtig erfasst, es ist eine Schande für unser Land, unsere Politiker, aber auch für unsere Wirtschaft! - Früher konnten wir es noch, heute na ja... ich sage nur noch, man verarscht uns nach Strich und Faden. Perfidere Politik kann man nicht mehr machen. Manchmal glaube ich, unsere Regierung bekämpft unser Land mit allen Mitteln und arbeitet direkt am Niedergang der Eidgenossenschaft.
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    2. Antwort von Albert Planta, Chur
      So ist es nun mal in der freien Marktwirtschaft: derjenige mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis bekommt den Zuschlag. Da bleibt kein Platz für verklärte Nationalromantik.
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