Schweiz exportiert weniger Kriegsmaterial

Schweizer Firmen haben im ersten Quartal deutlich weniger Waffen ausgeführt als noch vor einem Jahr. Pikant: Saudi-Arabien wird als Abnehmer für die Schweizer immer wichtiger – trotz Risiken.

Schweizer Firmen exportierten im ersten Quartal Waffen für 82 Millionen Franken. Das ist im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr zwei Drittel weniger.

Grund für den Rückgang sind die geringeren Ausfuhren in die Vereinigten Arabischen Emirate. Der Flugzeugdeal ist abgeschlossen. Der Hersteller Pilatus hatte in den vergangenen zwei Jahren 25 Trainingsflugzeuge vom Typ PC-21 geliefert – ein Millionengeschäft.

Hauptabnehmer Deutschland

Am meisten Waffen gingen nach Deutschland. Das Nachbarland führte Waffen im Wert von rund 21 Millionen Franken ein – mehr als ein Viertel aller Exporte. Dies zeigen Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung.

Saudi-Arabien als wichtiger Markt

Hinter Deutschland folgt Italien, Grossbritannien sowie Saudiarabien. Ins grosse Land im Nahen Osten haben die Waffenausfuhren deutlich zugenommen – von 1,2 Millionen Franken im ersten Quartal 2012 auf 5,4 Millionen Franken im gleichen Zeitraum 2013.

Waffen geraten häufig in falsche Hände – insbesondere wenn sie in den Nahen Osten verkauft werden.

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Waffenlieferungen in den Nahen Osten sind nicht kontrollierbar

2:06 min, aus Tagesschau vom 16.8.2012