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Angespannte Beziehung «Schweiz könnte zwischen USA und Iran vermitteln»

Die Schweiz sei erfahren und habe einen guten Zugang zu den Behörden beider Länder, meint Micheline Calmy-Rey.

Legende: Audio «Schweiz wäre als Mediatorin möglich» abspielen. Laufzeit 3:03 Minuten.
3:03 min, aus HeuteMorgen vom 07.02.2017.

SRF: Wäre die Schweiz in der aktuellen Situation prädestiniert, allfällige Gespräche zwischen den USA und Iran zu leiten?

Micheline Calmy-Rey: Ja, ich glaube schon. Die Schweiz ist jetzt schon Vertreter der US-Interessen im Iran. Der Zugang zu den Behörden beider Länder ist gegeben. Überdies verfügt die Schweiz über eine sehr gute Diplomatie, die erfahren und neutral ist.

Sehen Sie Unterschiede zu der Zeit, in der Sie mit dem Iran verhandelt haben?

Wir waren Mediatoren in den Jahren 2008 bis 2010. Die Lage ist nun etwas anders, weil es ein Abkommen zwischen Iran und den USA gibt.

Es gibt Befürchtungen, dass dieses Abkommen von Präsident Donald Trump gekündigt werden könnte. Bereitet Ihnen das Sorgen?

Trump hat viel angekündigt. Man weiss nicht, was passieren wird. Für Trump ist Iran ein böses Land. Das ist unberechenbar. Wir müssen abwarten.

Sollte die Schweiz um eine Moderation zwischen den beiden Ländern gebeten werden – was könnte das der Schweiz bringen?

Die Schweiz könnte eine stärkere Rolle spielen, als sie jetzt spielt. Sie könnte Vorschläge machen, um die Situation zu arrangieren. Wir können über unsere Interessen sprechen und sie verteidigen. Doch derzeit ist die Lage nicht dringend.

Bundesrat Didier Burkhalter hat Trumps Einreisestopp öffentlich kritisiert. Dafür wurde er von FDP-Kollegen gerügt. War Burkhalter da etwas ungeschickt?

Nein. Er hat gesagt, was die Schweizer Aussenpolitik immer bestätigt hat: Die Schweiz verteidigt das humanitäre Völkerrecht, eines der Fundamente unserer Identität. Und das Einreiseverbot verstösst dagegen.

Das Gespräch führte Andrea Jaggi.

33 Kommentare

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  • Kommentar von E. Waeden (E. W.)
    Ja, warum nicht! Meine, wir haben ja auch den WEF & Genf! Also bietet es sich an, dass die Schweiz vermittlen kann.
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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Das meint Micheline Calmy-Rey....! - Das war mal und wird nicht wieder. Dazu bräuchte man wieder die Neutralität, die leidlich unter ihr gelitten hat. Offenbar hat Frau Calmy-Rey bereits vergessen, dass da einiges in ihrer Zeit im BR ziemlich schief gelaufen ist.
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Es gibt eigentlich nur zwei Gründe der Staatsführung des Iran zu misstrauen. - sie ist zu sehr fundamental religiös verblendet. - sie erkennt offiziell das Existenzrecht eines in der Nachbarschaft befindlichen, schon exisitierenden und etablierten Staates nicht an. Wer solche reizt und mit ihnen nicht mehr zu reden versucht, der schürt Konflikte, auch mit den USA.
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