Zum Inhalt springen

Schweiz «Schweiz profitiert vom Steuerwettbewerb – trotz Exzessen»

Trotz einiger Exzesse: Der Steuerwettbewerb bringt die Schweiz vorwärts. Davon ist SVP-Ständerat Hannes Germann überzeugt. Dennoch herrscht auch für den Präsidenten des Gemeindeverbandes nicht nur eitel Sonnenschein im Land.

Legende: Video Hannes Germann (SVP) zum Steuerwettbewerb der Gemeinden. abspielen. Laufzeit 2:42 Minuten.
Aus News-Clip vom 16.12.2012.

SVP-Ständerat Hannes Germann hat vor dem Hintergrund des Ja-Entscheids der Stadtluzerner zu höheren Steuern die Stimmbürger gelobt. «Das Schweizer Volk ist nicht nur bereit, Steuersenkungen zuzustimmen, sondern es ist auch bereit, wenn notwendig gegenzusteuern», so der Präsident des Schweizerischen Gemeindeverbandes gegenüber SRF.

Grundsätzlich begrüsst Germann den Steuerwettbewerb der Gemeinden. Das sei eigentlich etwas Positives, das in aller Regel gut funktioniere. «In der Schweiz greift der Wettbewerb. Nur deshalb sind wir überhaupt in der Lage, auf so hohem Niveau zu jammern», so Germann.

Tiefe Pro-Kopf-Verschuldung in Gemeinden

Zwar habe es da und dort Exzesse gegeben, welche auch eine Korrektur erforderten. Aber dazu «sind die Gemeinden auch bereit und sie werden Hand bieten, die notwendigen Massnahmen zum Gegensteuern zu treffen», gibt sich der Präsident des Schweizerischen Gemeindeverbandes überzeugt.

Es sei generell so, dass die Budgets der Gemeinden immer stärker unter Druck geraten würden. «Allerdings muss man sagen, dass die Schweizer Gemeinden sehr gesund dastehen im Durchschnitt». Verglichen mit Bund und Kantonen sei die Pro-Kopf-Verschuldung in den Gemeinden am tiefsten, so Germann.

Laut dem Präsidenten des Gemeindeverbandes kann es aber dennoch nicht auf Dauer gut sein, dass immer, wenn Bund und Kantone bei Pflegefinanzierung, AHV und IV sparen wollen, die Gemeinden dafür am Ende gerade stehen müssen.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Urs Dupont, Küsnacht
    Klar ist es für die Gemeinden, Kantone und Länder, die anderen das Wasser abgraben, eine positive Sache. Diejenigen denen Steuersubstanz entzogen wird, sehen das wohl anders. Insgesamt gesehen sind einzig die Wohlhabensten der Gesellschaft, die vom schrankenlosen Steuerwettbewerb profitieren. Grosser Verlierer ist der Mittelstand.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Gary Zemp, Luzern
      Nicht nur der Mittelstand ist der Verlierer, sondern vor allem die Armen und bereits Ausgegrenzten, da zuerst an den Sozialausgaben gespart wird. Ich sehe nicht ein, warum wir nicht eine Steuerveranlagung anstreben, die eine Win-win-win-Situation erzeugt. Warum müssen wir Schweizer immer profitieren?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen