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Schweiz Schweiz sperrt 170 Millionen des Janukowitsch-Clans

In der Schweiz laufen mehrere Strafverfahren gegen den gestürzten ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch und seine Entourage – Grund für die Schweiz, Janukowitschs Vermögen zu blockieren. Nun ist bekannt: Es geht dabei um mindestens 170 Millionen Franken.

Viktor Janukowitsch
Legende: Sein Vermögen soll er teilweise durch Geldwäscherei erwirtschaftet haben – der gestürzte Präsident Viktor Janukowitsch. Reuters

Nur wenige Tage nach dem Sturz von Viktor Janukowitsch hatte der Bundesrat die Banken angeordnet, dessen Vermögenswerte und die seines Umfelds – insgesamt rund 30 Personen – zu sperren. Unklar war bisher, um wie viel Geld es sich dabei handelt. Nun informierte die Bundesanwaltschaft (BA): Es sind Gelder in der Höhe von mindestens 170 Millionen Franken blockiert.

Die Bundesanwaltschaft (BA) beschlagnahmte diese Mittel in Verfahren gegen das Umfeld des abgesetzten ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch. Betroffen seien praktisch die gleichen Personen und die gleichen Mittel, gegen die auch der Bundesrat eine Sperrung verfügt habe, erklärte die Bundesanwaltschaft.

Zum Vergleich: Nach dem Sturz des ehemaligen ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak sperrte die Schweiz 700 Millionen Franken aus dessen Umfeld. Vom tunesischen Ben-Ali-Clan hatte die Schweiz einst 60 Millionen Franken blockiert.

Verdacht der Geldwäscherei

Zu den von der Schweiz sanktionierten Personen aus der Ukraine gehören Söhne Janukowitschs, aber auch ehemalige Minister sowie deren Angehörige. In der schriftlichen Erklärung spricht die Bundesanwaltschaft von fünf derzeit laufenden Verfahren. Sie habe nicht auf Anfrage der Interimsregierung in Kiew gehandelt. Gemäss früherer Angaben geht die Behörde einem Geldwäscherei-Verdacht nach.

Eigene Untersuchungen zum Janukowitsch-Clan führt auch der Staatsanwalt des Kantons Genf. Mit den Genfern Behörden sei man in engem Kontakt, etwa über Fragen der Zuständigkeit, teilte die Bundesanwaltschaft weiter mit.

Wie Gelder eingefroren werden

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Wer veranlasst Blockierungen von Geldern? Aufgrund welcher Informationen? Das Wirtschaftsmagazin «ECO» hat mit dem Verantwortlichen des Bundes gesprochen. Zum Bericht

5 Kommentare

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  • Kommentar von D. Flückiger, Zürich
    Etwas mehr Sachverstand wäre bei diesen Kommentaren schon hilfreich.Nur alles auf pro westlich oder russisch zu schieben ist schon etwas gar einfach.Ebenfalls die Sauberkeit der Banken und ihre Geschäftspolitik an den Pranger zu stellen.Jeder der arbeitet,weiss dass es Regeln und Gesetze gibt und wenn man sich an diese hält,auch das Recht auf Geschäftsbeziehungen mit einer Bank hat.Wenn ich eine Straftat begehe,muss mir diese erst nachgewiesen werden,dies geschieht auf Verdacht und nicht vorher!
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  • Kommentar von L. Duende, Mundo
    Ich denke, dass Milliardenvermögen von korrupten Politikern und Unternehmern aus armen Ländern bei CH-Banken gebunkert werden. Verlieren diese Millionäre die Macht, werden ihre Vermögen blockiert. Die 'sauberen' Banken wollen nicht mit schmutzigen Geldern in Verbindung gebracht werden. Für sie hat dies keine negative Folgen, denn die Nachfolger der 'Gefallenen' haben bereits ein Konto bei ihnen. Und wir helfen den Armen mit Entwicklungshilfegeldern, die oft auf Konten der Korrupten landen.
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  • Kommentar von Ruth Andrey, Rüti
    Das finde ich nun doch etwas komisch: Einem blockiert man die Gelder, dem Anderen gibt man hier sogar Wohnrecht? Mit grösster Wahrscheinlichkeit sind Beide auf die gleiche Weise zu ihren Vermögen gekommen Die NWO-Drahtzieher, egal was die auf diesem Planeten treiben und da ist sicher nicht viel Gutes dabei, die lässt man gewähren. In welch schizophrener Welt leben wir eigentlich?
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    1. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      Sie haben es auf den Punkt gebracht. Der Unterschied besteht nämlich nur darin, dass der eine "pro-westlich" und der andere "pro-russisch" eingestellt sind. Das ist den auch der wirklich einzige Unterschied. Ansonsten wären diese beliebig austauschbar ohne dass man irgend einen Unterschied ausmachen könnte.
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    2. Antwort von Jens Brügger, Schaffhausen
      Und Julia Timoschenko hat bestimmt auch ein Vermögen bei uns gebunkert. Diese andauernde Doppelmoral der Medien und Politiker ist einfach abscheulich.
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