Schweiz und Südkorea wollen akademischen Austausch stärken

Bundesrat Johann Schneider-Ammann hat seinen Arbeitsbesuch in Südkorea fortgesetzt und am Montag in Seoul mehrere Minister getroffen. Begleitet wurde er von einer wissenschaftlichen Delegation, die in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation mehrere Abkommen mitgestalten soll.

Schneider-Ammann und Seo Nam-soo

Bildlegende: Johann Schneider-Ammann mit seinem südkoreanischen Kollegen Seo Nam-soo in Seoul. Keystone

Das Ziel der Mission sei es, persönliche Beziehungen zwischen den universitären Leitern der beiden Länder aufzubauen, sagte der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF), Johann Schneider-Ammann. Ein wissenschaftliches Netzwerk solle zudem Studienaustausche fördern.

Die Schweiz und Südkorea teilten beide das Ziel, das beste Bildungssystem zu entwickeln, um die Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten, Arbeitsplätze zu sichern sowie Innovationen und die Forschung zu fördern.

Bei den Gesprächen mit dem Vizeminister für Handel, Industrie und Energie erwähnte Schneider-Ammann das im September 2006 in Kraft getretene Freihandelsabkommen mit Südkorea, das die Schweiz zusammen mit ihren EFTA-Partnern abgeschlossen hat. Laut Schneider-Ammann müssen dabei verschiedene technische Zollvorschriften angepasst werden. Die aktuelle politische Lage in Korea sei aber ungünstig, sodass die Gespräche dazu in diesem oder im nächsten Jahr fortgesetzt werden sollen.

Besuch an der innerkoreanischen Grenze

Am Sonntag begab sich Schneider-Ammann an die innerkoreanische Grenze nach Panmunjom. In der entmilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südkorea traf er Schweizer Armeeangehörige, die den Grenzposten überwachen. Die Schweizer Armee ist seit 60 Jahren am Grenzübergang stationiert. Zufälligerweise fiel der Besuch exakt mit dem 60. Jahrestag zusammen, an dem der Bundesrat der Überwachungskommission der Neutralen Nationen NNSC zugestimmt hatte, Schweizer Armee-Angehörige in Panmunjom zu stellen.

In den vier Tagen in Südkorea will Schneider-Ammann mehrere Abkommen mit dem Staat unterzeichnen. So wird der zusammen mit Staatssekretär Mauro Dell'Ambrogio und einer wissenschaftlichen Delegation Abkommen in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation unterzeichnen. Auf dem Programm stehen auch Treffen mit dem Bildungs- und dem Wissenschaftsminister.

Schneider-Ammann reiste von China her an, wo er zuvor ein Freihandelsabkommen unterzeichnet hatte.