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Fleisch-Skandal in Brasilien Schweiz verstärkt Kontrolle bei Fleisch aus Brasilien

Ein Stück Fleisch wird untersucht.
Legende: Die zuständigen Stellen untersuchen, ob weitere Betriebe aus Brasilien in den EU-Raum exportiert haben. Keystone

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) hat seinen grenztierärztlichen Dienst damit beauftragt, Sendungen mit Fleischprodukten aus Brasilien ab sofort einer verstärkten Inspektion zu unterziehen.

Total vier Betriebe aus Brasilien dürfen nach Angaben des BLV keine Fleischprodukte mehr in die EU oder in die Schweiz exportieren. Drei dieser Betriebe haben in der Vergangenheit auch Fleischprodukte in die Schweiz exportiert.

Das BLV arbeitet bei weiteren Abklärungen des Lebensmittelskandals mit den Behörden der EU und Brasiliens zusammen. Falls nötig werden Massnahmen ergriffen, um die Gesundheit der Konsumenten in der Schweiz zu schützen.

Schweiz kaum betroffen

Brasilien ist mit einem Anteil von 20 Prozent an den Importen ein wichtiger Fleischlieferant für die Schweiz. Laut den Behörden und Schweizer Fleischverarbeitern ist es aber sehr unwahrscheinlich, dass Konsumenten in der Schweiz kontaminiertes Fleisch verzehrt haben.

Von Brasilien in die Schweiz eingeführt werden vorwiegend Edelstücke vom Rind sowie Poulet. Bei der verdorbenen Ware handle es sich hingegen vor allem weiterverarbeitete Produkte und Wurstwaren aus Schweinefleisch, so der Schweizer Fleisch-Fachverband SFF.

Das in der Schweiz verzehrte Schweinefleisch stammt fast ausschliesslich aus einheimischer Produktion. Die grossen Schweizer Fleischverarbeiter importieren zudem nur ganze Teile von Rind und Geflügel aus Brasilien.

Beamte bestochen

Der Gammelfleisch-Skandal von Brasilien war Ende vergangener Woche nach zweijährigen Ermittlungen der Polizei publik geworden. Dutzende Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden sollen bestochen worden sein, um den Verkauf von verdorbenem Fleisch zuzulassen. Mindestens 30 Menschen wurden bereits festgenommen, drei Betriebe mussten schliessen.

Brasilien ist der weltgrösste Exporteur von Rind- und Geflügelfleisch und liefert in 150 Länder. Mehrere Staaten stoppten die Importe aus dem südamerikanischen Land.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Das entspricht nicht der Wahrheit: Wer lesen kann und dies auch bei Produkten tut, weiss, dass es viele Fleisch- und Fleischprodukte aus dem Ausland in den Verkaufstresen gibt (COOP, MIGROS, DENNER, ALDI, LIDLE, SPAR.....!!! Also werden auch viele Fleisch- und Fleischprodukte aus dem Ausland verzehrt - auch aus Brasilien!! Was soll also der Beschönigungs- und Beruhigungs-Versuch?? Was tun nur die teuren Verantwortlichen beim BLV - wo sind die Kontrollen???
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  • Kommentar von Fritz Frei (Fritz Frei)
    Hoffentlich bekommen wir genug Cervelat-Häute. Das scheint des Schweizers einziger Herzenswunsch zu sein.
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    1. Antwort von marlene Zelger (Marlene Zelger)
      Als Alternative gibt's im Reformhaus den so genannten Vegilat. Der schmeckt ausgezeichnet und lässt sich zubereiten, oder roh essen, wie eine echte Servila. Und man muss erst noch nicht um die Häute bangen.
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