Schweizer Agrarwirtschaft kann umgebaut werden

Rund 14 Milliarden Franken will der Bund in den nächsten vier Jahren für die Landwirtschaft ausgeben. Das ist etwas mehr als bisher. Auch wenn sich die Bauern künftig auf die Bundessubventionen verlassen können, ändert sich einiges für die Landwirtschaft.

Pressen von Strohballen auf einem abgeernteten Getreidefeld.

Bildlegende: Die Agrarreform bringt eine Neuausrichtung der Subventionen für die Landwirtschaft. Keystone

Nach langem hin und her ist die Agrarreform unter Dach und Fach. Der Nationalrat schwenkte in den letzten offenen Punkten ohne Gegenstimme auf die Linie des Ständerats um. Die grosse Kammer gab ihre Forderung auf, wonach der Staat detailliert die Milchverträge regeln und auch Sanktionen vorsehen soll. Damit ist die Agrarpolitik 2014-2017 bereit für die Schlussabstimmung in beiden Räten vom Freitag.

Bei der Reform kommt es zu einem Umbau der Landwirtschaftspolitik. Künftig gibt es keine Direktzahlungen mehr, vielmehr richten sich die Subventionen nach der bewirtschafteten Fläche. Die umstrittenen Tierbeträge werden zudem gestrichen. Damit soll der Überproduktion den Riegel geschoben werden.

Um die Leistungen der Bauern für die Gemeinschaft besser zu fördern und abzugelten, gibt es künftig Landschaftsqualitätsbeiträge. Dafür sind 210 Millionen Franken vorgesehen.

Die Reform führt dazu, dass grosse Betriebe tendenziell weniger Geld erhalten. Allerdings werden die Verlierer der Reform mit Übergangsbeiträgen entschädigt.

Für die Landwirtschaft stehen für die vier Jahre insgesamt 13,83 Milliarden Franken zur Verfügung. Das ist etwas mehr als heute, obwohl die Zahl der Bauern sinkt.