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Schweiz Schweizer Blaumützen in Pakistan und Indien

Die Schweiz entsendet bis zu vier unbewaffnete Militärbeobachter in die UNO-Mission UNMOGIP nach Indien und Pakistan. Dies hat der Bundesrat entschieden. Die Landesregierung begründet den Entscheid mit der jahrzehntelangen Zusammenarbeit mit diesen beiden Ländern.

Soldaten vor einem UNMOGIP-Schild
Legende: Der Bund entsendet Militärbeobacher an die pakistanisch-indische Grenze. Reuters

Als wichtiger Exporteur und Investor, sowohl in Indien als auch in Pakistan, hat die Schweiz laut Bundesrat  auch wirtschaftliche Interessen an einer stabilen und friedlichen Entwicklung im asiatischen Subkontinent.

«Es liegt weiterhin im Interesse der internationalen Gemeinschaft, die Präsenz der UNMOGIP in diesem Gebiet aufrechtzuerhalten, da sich hier zwei Mächte, die im Besitz von Atomwaffen sind, in einem ungelösten Konflikt gegenüberstehen», schreibt das Eidgenössische Bundesamt für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS). Die UNMOGIP trage in diesem politisch instabilen Gebiet zur Deeskalation bei.

Die Entsendung von unbewaffneten Militärbeobachtern zugunsten der UNMOGIP entspricht dem Bundesrats- und Parlamentsentscheid zur Teilnahme der Schweizer Armee an friedensfördernden Einsätzen.

Demnächst seit 50 Jahren aktiv

Die UNMOGIP ist seit 63 Jahren in der Region Jammu und Kashmir tätig. Sie wurde 1949 aufgrund zweier UNO-Resolutionen des Sicherheitsrats eingerichtet und ist nach der UNTSO in Israel und Palästina die zweitälteste Mission der Vereinten Nationen. Ihre Aufgabe besteht darin, den Waffenstillstand zwischen Indien und Pakistan zu überwachen.

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