Schweizer Geisel: «Ich wurde gut behandelt»

Ein Jahr war sie in jemenitischer Geiselhaft, nun ist die Lehrerin zurück in der Heimat. Sie kam am Morgen am Flughafen Zürich an. Es gibt noch keine neuen Erkenntnisse zu den Hintergründen ihrer Freilassung. Der Bund äusserte sich aber zu einer wichtigen Frage: Wurde Lösegeld gezahlt?

«Grundsätzlich geht es mir gut. Ich bin sehr froh, wieder da zu sein.» Das sagte die 33jährige Lehrerin aus Bülach ZH, die 2012 im Jemen entführt worden war. Am Morgen ist die ehemalige Geisel auf dem Flughafen Zürich angekommen. Es sei ein schwieriges Jahr gewesen, erklärte sie weiter, aber sie sei gut behandelt worden.

Die Lehrerin machte keine näheren Angaben zu ihrer Entführung und zur Haft. Ralf Heckner, der beim Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) für den Fall zuständig war, begründete die Zurückhaltung: Es seien noch mehr Europäer im Jemen in Geiselhaft; man wolle sie keinesfalls in Gefahr bringen.

Es floss kein Lösegeld

Eine Schlüsselrolle bei der Freilassung der Schweizerin spielte das Emirat Katar. Der Durchbruch sei dank monatelanger Verhandlungen durch die Beteiligten aus Katar gelungen, sagte Heckner vor den Medien. Lösegeld sei nicht geflossen.

Die Bülacherin war am 12. März 2012 aus ihrem Haus in Hudaida am Roten Meer von Bewaffneten verschleppt worden. Es gelang ihr aber, eine Freundin in Hudaida telefonisch von der Entführung zu unterrichten. Die Lehrerin hatte im Jemen für ein Sprachinstitut gearbeitet.