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Schweiz Schweizer Hilfsorganisation massiv von Mitarbeiter geprellt

Über die Summe wird Stillschweigen bewahrt. Fest steht, dass die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) gegen einen Mitarbeiter wegen «substanzieller Veruntreuung» Klage eingereicht hat. Die Liquidität bleibt gewährleistet. Weniger rosig schaut es für den Erhalt der Arbeitsplätze aus.

Portrait der Präsidentin der GfbV, Ruth-Gaby Vermot-Mangold.
Legende: Die Präsidentin der GfbV, Ruth-Gaby Vermot-Mangold, spricht von einem empfindlichen Schlag gegen die Organisation. Keystone / archiv

Mittel der Gesellschaft seien «mit raffiniertem Vorgehen und erheblicher krimineller Energie veruntreut worden», heisst es in einem Communiqué der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).Die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern habe ein Strafverfahren eröffnet.

Vorerst auf Zewo-Gütesiegel verzichten

Präsidentin Ruth-Gaby Vermot-Mangold sagte, angezeigt worden sei ein inzwischen entlassener Mitarbeiter der GfbV. Der veruntreute Betrag treffe die kleine Organisation empfindlich.

Acht Leute arbeiteten für die GfbV, nun wurden laut der Präsidentin Entlassungen und grössere Pensenreduktionen nötig. Die Liquidität sei aber sichergestellt, betonte die Organisation. Die bestehenden Projekte würden weitergeführt.

Die Zertifizierungsstelle Zewo wurde laut Communiqué über den Veruntreuungsfall informiert. Die GfbV will bis auf weiteres auf das Zewo-Gütesiegel verzichten.

Wer ist die GvbV?

Die GfbV Schweiz wurde 1989 gegründet und zählt gut 14'000 Mitglieder. Schwerpunkte sind der Kampf gegen die Straflosigkeit, die Auswirkungen von Rohstoff-Abbau auf indigene Völker und Minderheiten sowie die Menschenrechte von ethnischen Minderheiten. GfbV-Sektionen gibt es auch in Deutschland, Österreich, Südtirol und Bosnien-Herzegowina.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe, Gwatt
    Das ist völlig richtig, wenn Sie nicht dringend dem Ausland helfen wollen. Ich würde es auch besser finden, wenn jeder Einwohner (auch die Ausländer) einen oder zwei finanziell benachteiligte oder sonst auf Hilfe angewiesene, persönlich unterstützen, statt wie Sie sagen, gewissensberuhigende Spenden zu verteilen. Am besten wäre dies mit regelmässigen persönlichen Leistungen wie z.B. Besuche, Ausflüge, an Anlässen mitmachen, zum Essen ausführen, gemeinsame Ferien machen.
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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Wie schon zig mal wiederholt: gebt euer Geld lieber einem Surprise Verkäufer oder eine IV Rentner, statt es gewissensberuhigend und anonym irgendwohin ins Ausland zu spedieren (wo dann die Organisationen selber zuerst mal kräftig abkassieren). Statt zu spenden wäre ein Fünflieber jeden Monat vom Lohne abgezogen und an die IV gespendet sicher hilfreicher als eine 6. IV-Rentner Diskriminierung. Ich fange heute damit an: mein 5er geht an Markus, einem top Mitarbeiter bei uns mit down-Syndrom.
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