Schweizer Kosovo-Truppe fehlen die Spezialisten

Der Einsatz der Swisscoy-Truppe im Kosovo wird immer mehr zur Routine. Statt um Friedenssicherung geht es um die Unterstützung der kosovarischen Behörden. Soldaten für diese Aufgabe findet die Armee nach wie vor genug. Ein Mangel besteht allerdings bei den Fachleuten.

Ein Fahrzeug der Nato-Stabilisierungstruppe KFOR, zu der Swisscoy gehört.

Bildlegende: Ein Fahrzeug der Nato-Stabilisierungstruppe KFOR, zu der Swisscoy gehört. Keystone

Die Ausbildung für das nächste Swisscoy-Kontingent beginnt im Juli. Laut Georg Felix, Personalchef bei Swissint, der Kommandostelle der Armee für Auslandeinsätze, sind derzeit noch ungefähr 50 von 200 Stellen vakant. Zwar fänden sich genug Soldaten, die ihren Dienst im Kosovo leisten wollten. Die Rekrutierung von Spezialisten für einen Auslandeinsatz sei jedoch schwierig, bestätigt er.

Fachleute auch in der Wirtschaft gefragt

Der Swisscoy-Truppe fehlen etwa Ärzte, Informatiker oder Fachpersonen im Bereich Mechanik. Ein wichtiger Grund dafür sei, dass die Betreffenden sowohl Berufs- als auch Führungserfahrung mitbringen müssten, erklärt Felix: «Solche Personen sind auch sonst in der Privatwirtschaft sehr gefragt».


Rekrutierungsprobleme bei Swisscoy

1:56 min, aus HeuteMorgen vom 05.06.2014

Verschärfend kommt hinzu, dass Swisscoy immer mehr Fachleute braucht. Dies, weil zunehmend nicht mehr die Sicherung des Friedens, sondern die Unterstüzung der kosovarischen Behörden im Zentrum des Einsatzes steht.

Felix gibt sich aber zuversichtlich, dass bis im Juli die benötigten Spezialisten gefunden werden können. Bestehende Verträge werden in einigen Fällen verlängert. Zudem hat die Armee das Budget für die Rekrutierung der Swisscoy-Truppe deutlich aufgestockt.