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Schweiz Schweizer lesen fleissig Zeitungen

20 Minuten, NZZ, Migros-Magazin oder Annabelle: Die Schweizer lesen unvermindert Zeitungen und Zeitschriften. Das zeigen die neusten Zahlen der AG für Werbemedienforschung Wemf.

Blick, Tagesanzeiger oder NZZ: Schaut man sich die neusten Leserzahlen der grossen Bezahl-Zeitungen an, dann liegen diese zwar leicht tiefer als noch vor einem halben Jahr.

Für die Wemf-Statistiker ist dies aber eine «Quantité négligeable», wie Forschungsleiter Harald Amschler gegenüber SRF erklärt. Insgesamt sei die Nutzung der Schweizer Pressemedien stabil geblieben.

Stabil ist auch die Leserschaft der Gratis-Pendlerzeitungen wie 20 Minuten und Blick am Abend. Die Pendlerzeitungen konnten in den letzten Jahren stets neue Leser gewinnen. Hier sieht Amschler erstmals eine neue Entwicklung. «Ich stelle fest, dass die Leserschaft zurzeit auf einem hohen Niveau stagniert», sagt er.

Die Pendlerzeitungen scheinen ihr Potential ausgeschöpft zu haben. 20 Minuten zum Beispiel hat in den vergangenen Jahren immer neue Regionalausgaben etwa in Luzern, St. Gallen oder im Tessin lanciert. Hier wird es schwer, jetzt die Auflage noch weiter zu steigern.

Immer weniger Anzeigen und Inserate

Dabei seien es gerade die Pendlerzeitungen, welche die Schweizer Presse von einem Leserschwund bewahrten, wie ihn etwa Deutschland oder die USA erlebt haben, zeigt sich Amschler überzeugt. Der Schweizer Presse ginge es vergleichsweise gut. Zumindest wenn man die Leserschaft betrachtet.

Ganz anders das Bild auf der kommerziellen Seite: Hier zeigen die jüngsten Zahlen und Prognosen erneut, dass es immer weniger Anzeigen und Inserate gibt. Die Finanzierung der Presse wird deshalb – trotz relativ stabiler Leserzahlen – immer schwieriger.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Dass die vielen "Gratis-Zeitungen" am liebsten "gelesen" werden, ist für etwas tiefgründigere Medienkonsumenten(innen) nicht gerade aufmunternd: Nur "gut und reisserisch" geschriebene fettgedruckte Schlagzeilen zu konsumieren, trägt mittel- und langfristig kaum viel zu einer umfassenden Meinungsbildung und Breitfächerigkeit bei! Wer sich Zeit nimmt und (je nach Ideologie) den "Tagi" oder die "Weltwoche" intensiv liest, bekommt schon eher fundierte Informationen! Leider ist dies eine Minderheit!
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    1. Antwort von Stefan B., Bülach
      Naja, da muss man schon auch etwas aufpassen! Bei der Weltwoche kriegt man z.B. eine recht klare und einseitige Meinung aufgebunden, sie ist niemals vergleichbar mit dem Tagesanzeiger und/oder der NZZ! Gratiszeitungen sollten meines Erachtens eh nur als Unterhaltung dienen... :-)
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    2. Antwort von Rolf Bolliger, Orpund
      Richtig, lieber eine "klare" Meinung, die unsere schweizerischen, bewährten Werte verteidigt und immer wieder Fakten darüber offen und unverblühmt darstellt, als ein Einheitsbrei der "Einheitsmedien" , die nichts anderes beabsichtigen, als genau diese bewährten Werte auf dem "Müllhaufen" zu entsorgen! Klare Meinungen, ob links oder rechts gerichtet, lesen, vergleichen und selber daraus eine Meinung bilden, sollte das Resultat von vielem Lesen von Zeitungen sein, und nicht bloss fette Zeilen!
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