Schweizer Mais: Immer mehr und mehr

Auf den Feldern in der Schweiz wird zurzeit der Mais geerntet. Rund ein Viertel der Ackerfläche ist mit dem Korn bepflanzt. Jürg Hiltbrunner von der Forschungsanstalt Agroscope ist in der Forschungsgruppe Sorten und Anbautechnik. Er weiss, weshalb Mais in der Schweizer Landwirtschaft so beliebt ist.

Sonne scheint durch grüne Maisstauden.

Bildlegende: Äusserst beliebt als landwirtschaftliches Produkt: Der Futtermais. Keystone

In der Schweiz wird immer mehr Mais angepflanzt. Ein Drittel besteht aus Mais für die Humanernährung, während zwei Drittel der Ernte auf Futtermais fallen. Dieser wird zum Beispiel Milchkühen aber auch Bullen in Mastbetrieben verfüttert. Für Jürg Hiltbrunner von der Forschungsanstalt Agroscope ist Mais eine interessante Pflanze: «Sie ergibt sehr hohe Flächenerträge».

Wenn man aber vor einem halben Jahrhundert die Schweizer Felder unter die Lupe genommen hat, gab es praktisch kaum Mais. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg fingen die Landwirte an, gezielt leistungsstarken Mais zu züchten. Weiter versuchte man Maispflanzen zu züchten, die möglichst auf verschiedene Anbauregionen angepasst waren.

Bis dahin haben Bauern vor allem in den Föhntälern diese sogenannten Landsorten angebaut, die für die Humanernährung verwendet wurden. Mais wurde zum Teil in Gärten angebaut, aber auch im Mischanbau mit verschiedenen Gemüsearten. Mit der Entwicklung leistungsfähigerer Sorten und der Technik in der Landwirtschaft konnte Mais dann im grossen Stil angebaut werden. «Dank der entsprechenden Genetik war die Flächenausdehnung gut möglich», ergänzt Hiltbrunner.

Noch keine Grenzen

Die Züchter sind guten Mutes, dass sie aus den Schweizer Maisfeldern noch mehr Ertrag holen können. Sie entwickeln dafür immer neue Techniken. Neben der Ertragssteigerung sind weitere Ziele, den Mais resistenter gegen Krankheiten zu machen und seine Anpassung an gewisse Klimaregionen zu verbessern. Laut Hiltbrunner ist momentan zumindest noch keine Stagnation des Zuchtfortschritts im Mais ersichtlich.

Nicht nur dank besserer Genetik werden Maispflanzen weniger häufig krank, sondern auch dank alter Tradition: In der Schweizer Landwirtschaft wird erfahrungsgemäss jedes Jahr etwas anderes auf einem Feld angepflanzt – die sogenannte Fruchtfolge. So können die Krankheiten nicht von Maispflanzen aus einem Jahr auf die Pflanzen vom nächsten Jahr weitergegeben werden.