Schweizer Parlament in neuem Online-Kleid

Die Website der Schweizer Bundesversammlung erscheint seit heute in einem neuen Design. Neu können sich Interessierte beispielsweise Videoaufnahmen von Ratsdebatten anschauen. Die Parlamentsdienste erhoffen sich ein breiteres Publikum.

Screenshot der Website

Bildlegende: Das Design der Seite ist bewusst schweizerisch-nüchtern gehalten. Screenshot parlament.ch

Wer genau wissen will, was unter der Bundeshauskuppel besprochen und entschieden wird, ist bei parlament.ch an der richtigen Adresse. Auf der Website der Parlamentsdienste lassen sich nicht nur Wortprotokolle und Berichte zu allen Geschäften finden, auch detailreiche Informationen zu den einzelnen Volksvertretern sind verfügbar. So erfährt der interessierte User, welchen militärischen Grad ein Nationalrat bekleidet oder welche Interessensbindungen eine Ständerätin geltend macht.

Für Smartphones und mit Videos

Seit Freitag zeigt sich der Online-Auftritt des Schweizer Parlaments nun in einem neuen Licht: «Die riesige Fülle an Informationen auf dieser Website soll nun für die Nutzer leichter zu bewältigen sein», erklärt Mark Stucki, Bereichsleiter Information der Parlamentsdienste. Die optimierte Suchfunktion soll es erleichtern, an die gewünschten Informationen zu kommen. Zudem ist die Website neu auch für Smartphones und Tablets optimiert worden. Auch Freunde des bewegten Bildes kommen auf ihre Kosten. Videoaufnahmen der Ratsdebatten können heruntergeladen und in andere Webseiten oder Social-Media-Kanäle integriert werden.

Bewusst nüchternes Design

Zwei Jahre dauerte der Relaunch der Seite und kostete 2,7 Millionen Franken. Dass der Webauftritt nach wie vor eher nüchtern daher kommt, war laut Stucki ein bewusster Entscheid. «Wir sind der Meinung, dass es nicht darum geht das Parlament in irgendeinem möglichst glänzend-glitzerndem Licht erscheinen zu lassen.» Man habe sich daher für einen schweizerisch-nüchternen Auftritt entschieden.


Mark Stucki zur neuen Website des Parlaments

4:21 min, aus SRF 4 News aktuell vom 19.02.2016

Stucki ist es auch ein Anliegen, ein neues Publikum zu gewinnen. Bis anhin hätten vor allem Journalisten, Politiker und Verbandsvertreter das Angebot genutzt. Ob sein Wunsch in Erfüllung geht, bleibt abzuwarten. Dem geneigten Politik-Interessierten steht nun jedenfalls ein breiter Fundus in neuem Kleid zur Verfügung.

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