Schweizer Pass bleibt gefragt

Im vergangenen Jahr sind drei Prozent mehr Personen in der Schweiz eingebürgert worden als im Jahr zuvor. Gut 25‘000 Menschen stellten neu ein Einbürgerungsgesuch. Das zeigt der jüngste Migrationsbericht des Bundes.

Insgesamt erhielten 36'161 Personen das Schweizer Bürgerrecht im letzten Jahr. Rund ein Drittel von ihnen wurde erleichtert eingebürgert, wie das Bundesamt für Migration (BFM) in seinem Bericht festhält.

Die eingebürgerten Personen stammten vor allem aus Italien, Deutschland, Kosovo, Serbien, Frankreich, Portugal und der Türkei. Die grösste Zunahme registrierten die Behörden bei Einbürgerungen von französischen Staatsangehörigen (+42 Prozent). Die Zahl der Einbürgerungen von Deutschen erhöhte sich um 14 Prozent, diejenige von Italienern um 12 Prozent.

Auch mehr Gesuche

Die Zunahme der Einbürgerungsgesuche um 2,9 Prozent auf 25‘545 Personen geht auf den statistischen Basiseffekt zurück. Denn 2012 wurde mit 24‘806 Einbürgerungsgesuchen ein Tiefstwert erreicht. Die Gesuchszahlen sanken seit 2009 wegen erhöhter Anforderungen der Kantone, nachdem sie im Jahr zuvor einen Rekordwert erreicht hatten (34‘965).

Jeder Zehnte lebt im Ausland

  • Seit dem 2.Weltkrieg sind über zwei Millionen Menschen in die Schweiz eingewandert oder leben hier als Nachkommen von Zugewanderten.
  • Ende 2013 lebten über 1,88 Millionen Ausländer in der Schweiz.
  • Jede vierte erwerbstätige Person in der Schweiz hat einen ausländischen Pass.
  • Rund ein Zehntel der Schweizerinnen und Schweizer lebt im Ausland.