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Schweiz Schweizer Strompreise – mal teuer, mal billig

Strom ist in unserem Leben omnipräsent. Doch woher die Energie kommt, ist von Ort zu Ort unterschiedlich – genauso wie der Preis für den Strom. Schweiz aktuell hat zwei Gemeinden gefunden, die zwar nur in verschiedenen Kantonen liegen, deren Stromkosten aber scheinbar Welten trennen.

Legende: Video «Schweizer Strompreise – mal hoch, mal tief» abspielen. Laufzeit 4:05 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 30.12.2014.

Die Adelbodener im Berner Oberland haben es nicht leicht. Im Schnitt bezahlen sie 10.6 Rappen pro Kilowatt-Stunde. Da der Tourismus-Ort seine Energie bei einem Vorlieferanten einkauft und nur gerade 20 Prozent des Bedarfs selber produziert, muss der Bürger tiefer in die Tasche greifen.

Ganz anders in Gondo im Wallis! Hier können sich die Bürger über günstige Tarife freuen – dem nahen Stausee sei Dank. Vor über 30 Jahren hat die Gemeinde einem privaten Stromproduzenten die Nutzungsrechte am Wasser übergeben. Im Gegenzug liefert das Kraftwerk den Strom fast gratis. Ein guter Deal!

7 Kommentare

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  • Kommentar von A. Bühler, Chur
    Die höchsten Strompreise findet man gemäss der ElCom-Webseite im Kanton Uri und Jura. Die tiefsten in den Kantonen Zürich, beiden Appenzell und Wallis. Mit Grundanschlussgebühren erreicht man z.T. über 30 Rp./kWh. In Belgien stehen momentan übrigens mehrere unerwartet AKW still. Die Dänischen Windfarmen haben demgegenüber jeden Dezembertag Strom produziert und haben letzten Januar bereits 61.7% des Dänischen Strombedarfs gedeckt.
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    1. Antwort von A. Bühler, Chur
      Industriestrompreise Dänemark (0% Atomstrom): 8.4 cents/kWh Industriestrompreise Belgien (50% Atomstrom und Milliardenloch im Stillegungsfonds): 10.9 cents/kWh Dänemark hat zudem einen wesentlich tieferen CO2-Ausstoss pro Kopf als Belgien. Die Haushaltsstrompreise haben eine untergeordnete Relevanz, weil sie verglichen mit anderen Lebenskosten kaum einschenken. Aus diesem Grund verschwenden viele Haushalte auch unnötig Strom (Standby, keine LED, alter ineffizienter Kühlschrank etc.)
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    2. Antwort von K. Räschter, Thurgau
      @Bühler, Chur: Die Schweiz ist nun mal nicht direkt am Meer und kann wie Dänemark von soviel Wind profitieren, um damit Strom zu produzieren. Wenn bei uns mal ein Windrad geplant ist, kommen sofort die Umweltschützer (welche ja eigentlich für Alternativ-Energie sind) und torpedieren solche Vorhaben mit Argumenten wie Lärm, nicht schön, usw. Dasselbe Szenario beim (Aus-)bau von Wasserkraft-Werken. Also genau diejenigen, welche für Alternative-Energie plädieren, blockieren solche Projekte.
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  • Kommentar von P Zunger, Basel
    Sowohl in Gondo als auch in Adelboden kommt der Strom aus dem Stromnetz. Nur so kann die beinahe 100% Versorgungssicherheit gesichert werden, dem Rückgrat des heutigen Lebensstandards, sowohl in Gondo als auch in Adelboden. Das scheint aber heute in wohlstandtrunkner Vergessenheit geraten zu sein, von der Schweiz-Aktuell Redaktion über die selbsternannten "Energieexperten" bis zur Mehrheit des aktuellen Nationalrats in Bern.
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    1. Antwort von A. Bühler, Chur
      Die Stabilität der Netze in Deutschland und Dänemark haben seit dem Ausbau der erneuerbaren Energien zugenommen und sind zudem wesentlich stabiler als z.B. das Französische Netz: http://spectrum.ieee.org/energywise/energy/the-smarter-grid/germanys-superstable-solarsoaked-grid
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    2. Antwort von P Zunger, Basel
      @ Bühler: wenn's nur stimmen würde mit dem stabileren Netz in DE…dazu musste die Deutsche Bahn (DB) mitten im Sommer landesweit Weichenheizungen einschalten, um das Netz bei schönen und windigem Wetter notfallmässig zu stabilisieren. Und Strompreis war im 2014 bisher während 34 Std negativ, d.h. man bekam noch Geld fur's Verheizen von Strom, damit das Netz nicht zusammenbrach. Moderne Regeltechnologie sagt man dem wohl heute …
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  • Kommentar von T. Hofer, Rosshäusern
    Aha. Und nun? Sollen wir empört sein und nationale Einheitstarife fordern? Was wenn die Zufahrt zum Kraftwerk in Gondo über Gemeindestrassen führt - sollte der Betreiber dann künftig eine Maut zugunsten eines interkommunalen Strompreisausgleichsfonds bezahlen müssen? Fragen über Fragen... Vielleicht die wichtigste hierzu: Hat Schweiz Aktuell gerade Langeweile?
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