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Schweiz Schweizer Vergewaltigungsopfer ist gegen Todesstrafe

Die in Indien vergewaltigte Schweizerin will nicht, dass ihre Peiniger mit dem Tod bestraft werden. Das hat sie laut dem Schweizer Botschafter in einem Brief an indische Behörden geschrieben. Die Frau hat Indien inzwischen verlassen.

Die mutmasslichen Täter nach ihrer Festnahme durch die Polizei.
Legende: Die Schweizerin will nicht, dass ihre Vergewaltiger mit dem Tod bestraft werden. Reuters

Die während ihres Indien-Urlaubs von mehreren Männern vergewaltigte Frau hat dem Gouverneur des Bundesstaates Madhya Pradesh einen Brief geschrieben. Darin habe sie «den Wunsch geäussert, dass der Prozess möglichst schnell stattfindet und damit Gerechtigkeit gesprochen wird», schrieb der Schweizer Botschafter in Indien in einem Communiqué.

Das Paar betonte im Brief, dass «die Angeklagten eine angemessene Strafe erhalten, aber nicht zum Tode verurteilt werden sollen». Es versprach zudem, weiterhin mit der indischen Justiz zusammenarbeiten zu wollen. Die Frau und ihr Partner haben Indien bereits am Mittwoch verlassen.

Ausserdem sind die beiden bereit, wenn nötig per Videokonferenz am Gerichtsprozess teilzunehmen. Gemäss Informationen indischer Medien soll der Prozess am Samstag beginnen.

Die Tat ereignete sich in der Nacht des 15. März. Der Mann und die Frau, die mit dem Fahrrad unterwegs waren, wollten gerade ihr Zelt aufstellen, als sie von mehreren Männern überfallen wurden. Diese fesselten den Mann und vergewaltigten die Frau vor dessen Augen. Ausserdem wurden die beiden Schweizer beraubt.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von C. Wyss, Tanndorf
    Hallo Juha Stump, wie kommen Sie dazu diesen Satz zu schreiben: "Die meisten "Zivilisierten" sind solange gegen die Todesstrafe, als sie selber nicht direkt betroffen sind"- Haben Sie den Beitrag überhaupt gelesen? Die Direktbetroffene selber wünscht, dass Ihren Peinigern nicht die Todesstrafe droht! Direkter als das Opfer kann ja niemand betroffen sein!
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  • Kommentar von Margrit Holzhammer, 8903 Birmensdorf
    SUPER, die beiden zeigen Stärke. Die Todesstrafe gehört weltweit abgeschafft. Kein Mensch hat das Recht in diesem Ausmass (Todesstrafe) über das Leben eines anderen Menschen zu entscheiden!!!
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    1. Antwort von Lucas Kunz, Sallneck
      @ crv, 8355 was will man, Lynch- und Rache-Justiz oder doch eine Justiz, die die Täter unabhänig von Betroffenheit, Verletzheit, Vergeltung nach menschenrechtskonformen Kriterien urteilt? Wenn Opfer zu dem Strafmass der Täter gefragt werden, ob sie nun damit zufrieden seien oder nicht, mag das verständlich sein, läuft aber einer unabhänigen Rechtssrpechung zuwider.
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    2. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Im Grund haben Sie zwar Recht, aber ich würde jede Wette eingehen, dass auch Sie vielleicht umdenken würden, wenn jemand aus Ihrem eigenen Familien- und Bekanntenkreis von einem solchen "Fall" betroffen wäre. Diesmal starb zwar niemand, aber noch vor wenigen Wochen im gleichen Land schon, und es hätte auch diese Schweizerin treffen können. Es ist halt schon so: Die meisten "Zivilisierten" sind solange gegen die Todesstrafe, als sie selber nicht direkt betroffen sind - und nachher?
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