Schweizer Zugfahrer sind gute Abfalltrenner

Die Abfalltrennung in SBB-Bahnhöfen und die Sensibilisierung gegen Littering bewähren sich. Seit der Einführung des neuen Konzepts an den fünf grössten Schweizer Bahnhöfen vor einem Jahr werde nicht nur mehr Müll getrennt entsorgt, als erwartet, bilanziert die SBB. Auch seien die Bahnhöfe sauberer.

Getrennte Abfallkübel für Papier, Alu und PET ab einem Bahnhof.

Bildlegende: Die Trennquote liegt an den Bahnhöfen mit dem neuen Entsorgungssystem bereits im ersten Jahr bei 42 Prozent. Keystone

An den fünf grössten Bahnhöfen der Schweiz führte die SBB Anfang November 2014 Abfalltrennbehälter ein. Seither können die Kundinnen und Kunden Papier, PET, Alu und Restmüll getrennt wegwerfen. Und das tun sie fleissig: Bis Ende Jahr dürften 42 Prozent des Abfalls getrennt entsorgt werden, bilanziert die SBB. Gerechnet hatte sie für das erste Jahr mit einer Trennquote von 25 Prozent.

Insgesamt wurden seit Einführung des neuen Konzepts 171 Tonnen PET, 75 Tonnen Alu und 373 Tonnen Papier gesammelt. Dazu kamen 855 Tonnen Restmüll. Das sei «ein voller Erfolg», schreibt die SBB.

Bahnhöfe wurden sauberer

Neben der erfolgreichen Abfalltrennung habe sich dank einer Anti-Littering-Kampagne auch die Sauberkeit der Bahnhöfe verbessert. Allein im Bahnhof Bern fielen bis Ende 2015 voraussichtlich rund 37 Tonnen weniger Abfall an als im Jahr 2012. Dies wirke sich positiv auf das Image der Bahn aus, heisst es in der Mitteilung. In der jüngsten Umfrage zur Kundenzufriedenheit sei denn auch der Wert «Sauberkeit in Zügen und an Bahnhöfen» auf einem rekordhohen Stand gewesen.