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Session Fehlende Fachkräfte: Parlament fordert zusätzliche Massnahmen

Die Zuwanderungsinitiative könnte den Fachkräftemangel verschärfen. Das befürchtet der Ständerat. Deshalb soll der Bundesrat nochmals über die Bücher.

Legende: Video Anita Fetz (SP/BS): Fachkräfte fehlen auch andernorts abspielen. Laufzeit 1:28 Minuten.
Vom 16.06.2014.

In der Schweiz mangelte es schon vor der Annahme der Zuwanderungsinitiative an Fachkräften. Der Bundesrat hat bereits verschiedene Massnahmen ergriffen. Unter anderem lancierte er 2011 eine Fachkräfteinitiative.

Nach Ansicht des Ständerats muss die Lage nun aber neu beurteilt werden. Er genehmigte stillschweigend eine Motion seiner Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK). Mit dieser beauftragt er den Bundesrat, seine Strategie gegen den Fachkräftemangel zu überarbeiten.

Verknüpfung mit Angebot von Lehrstellen?

Unter anderem soll die Regierung aufzeigen, wie sich die neue Ausländerpolitik auf den Fachkräftemangel auswirken könnte. Auch mit dem Mangel an medizinischem Personal muss sie sich auseinandersetzen. Geprüft werden soll zudem, ob die Vergabe von Ausländerkontingenten mit der Pflicht, Lernende auszubilden, verknüpft werden könnte.

Der Bundesrat zeigte sich bereit, das Anliegen zu prüfen. Der Nationalrat hatte bereits letzte Woche eine gleichlautende Motion seiner WBK angenommen.

Keine Ordnungsfristen

Der Ständerat hat eine Motion aus dem Nationalrat abgelehnt, im Kampf gegen die Hochpreisinsel Schweiz die Zollverfahren mit Ordnungsfristen zu vereinfachen. Solche gesetzlichen Fristen gebe es bereits in den meisten Bewilligungsverfahren auf Bundesebene. Mit dem ständerätlichen Nein ist das Anliegen vom Tisch.

12 Kommentare

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  • Kommentar von A. Brunner, Zurich
    Eine Fachkraft stellt ja nur jemand ein, der diese 1. auch als solche erkennen kann ... und 2. keine Angst hat vor seiner Ueberlegenheit !... aber eben ... fehlt es nicht häufig an souveräner Uebersicht, Persönlichkeit und Selbstbewusstsein in den obersten Etagen ? Werden nicht auch aus solchen Gründen viele kompetente Personen NICHT eingestellt ? Diese verkümmern dann an unterfordernden Jobs oder finden vielleicht aufgeschlossenere Chefs im Ausland? Sind diese Probleme nicht auch hausgemacht ?
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  • Kommentar von A. Brunner, Zurich
    Wenn man im Parlament rumschaut, ist schon verständlich, dass mensch sich da nach "Fachkräften" sehnt ! Jedenfalls dort findet man m.E. kaum solche ! Weshalb bräuchte es sonst im Bundeshaus Hunderte von "Beratern" und "Spin-Doctors" und Lobbyisten zum Reden schreiben und "Denken helfen", (oder m.E. leider auch allzu oft zum Wahrheitsverdrehen), und das kaum zu Praktikanten-Löhnen ! Könnten diese Leute nicht für Tätigkeiten, wie z.B. die ehrliche Umsetzung direkter Demokratie eingesetzt werden ?
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    1. Antwort von Werner Christmann, Stein am Rhein
      A. Brunner: Der Kandidat hat hundert Punkte, bravo!!!
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  • Kommentar von Jürg Sand, Zzürich
    Ich zweifle am Verstand unserer Politiker oder an ihrer Redlichkeit. Warum um Herrgottswillen sollte eine gesteuerte Zuwanderungspolitik gerade wertvolle und "dringend benötigte" Fachkräfte ausschliessen!? Ich denke, es täte diesem Land gut, wenn mal die Hälfte unserer "Volksvertreter" für einige Jahre unbezahlten Urlaub nähme!
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    1. Antwort von A.Käser, Zürich
      J.S./Habe das Gleiche gedacht.Nur noch "Kopfschüttel".Ein halbes Jahr?Gäbe es nicht andere Länder,die sich um solch"helle Köpfe"reissen würden? Immerhin ist es ja gegenwärtig "in" ins Ausland zu dislozieren um seiner geliebten,beruflichen Tätigkeit nachgehen zu können.Familiennachzug wird meistens auch akzeptiert,wenn nicht gar mitfinanziert.
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    2. Antwort von Heiner Zumbrunn, Winterthur
      Jede Einschränkung stösst gute ausländische Fachleute ab. Weil man nie weiss, wann was die Schweizer Bevölkerung noch für stupide Ideen eines schon sehr betagten Herrn genehmigt. Zudem die 1'000 Formulare, die man für einen Fachmenschen ausfüllen muss, um ihn einzustellen bringt Firmen dazu, die Arbeitsplätze auszulagern. Wer die Schweiz ins 18. Jahrhundert führen will, glaubt der SVP und wird noch erleben, dass Schweizer Fachleute keine Arbeit mehr finden und auswandern, um Brot zu bekommen.
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    3. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      @H. Zumbrunn: Leider ist Fakt, dass seit wir die PFZ (2007) haben, doch so einige Schweizer-Fachkräfte gegen "günstigere" aus dem Ausland ausgetauscht worden sind & werden, damit die Wirtschaftsbosse für sich höhere Gewinne generieren können, das Geschäft sozusagen rentabler wird. & für noch mehr Wachstum. Und diese negative Entwicklung, die wir seit jetzt 7 Jahren haben, weckt eben berechtigten & verständlichen Unmut in der Bevölkerung. Betreffend mehr Bürokratie sind es nur "billige" Ausreden.
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