Fifa bleibt anderen Vereinen steuerlich gleichgestellt

Die Juso wollte den Weltfussballverband Fifa an die Kasse bitten. Doch der Nationalrat ist gegen ein neues Steuerregime für internationale Sportverbände mit Sitz in der Schweiz.

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Cédric Wermuth (SP/AG): «Fifa ist ein Unterhaltungskonzern»

0:49 min, vom 20.3.2015

Die Steuerbefreiung internationaler Sportverbände soll möglich bleiben. Der Nationalrat hat eine Petition der Juso mit 116 zu 67 Stimmen bei 13 Enthaltungen abgelehnt. Diese verlangte die Aufhebung der Steuerbefreiung und der Steuererleichterungen für den Weltfussballverband Fifa.

Es gebe keinen Grund, die Fifa steuerlich gleich zu behandeln wie einen Jodlerklub, sagte Cédric Wermuth (SP/AG). Er verlangte vom Bundesrat einen Gesetzesvorschlag, mit welchem die grossen Sportverbände für ihre kommerziellen Aktivitäten der ordentlichen Besteuerung unterstellt würden.

In ihrem Bericht hatte die Kommission festgehalten, dass die Fifa nicht steuerbefreit ist. Der Gewinn des Weltfussballverbands werde – wie für Vereine üblich – mit 4,25 Prozent bei der direkten Bundessteuer und mit 4 Prozent im Kanton Zürich belastet, sagte Kommissionssprecher Roland Büchel (SVP/SG).

Büchel warnte davor, die internationalen Sportverbände aus der Schweiz zu vertreiben. Diese hätten grosse wirtschaftliche Bedeutung für die Schweiz, insbesondere als Arbeitgeber. Die Linke sah darin jedoch keinen Grund, nicht wenigstens deren kommerziellen Aktivitäten ordentlich zu besteuern.

Ausnahmen erlaubt

Nach geltendem Recht können die Kantone juristische Personen, die öffentliche oder gemeinnützige Zwecke verfolgen, von der direkten Bundessteuer befreien. Diese Bestimmung ist auf alle internationalen Sportverbände, die dem Olympischen Komitee (IOC) angeschlossenen sind, und auf deren Konföderationen anwendbar.