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Session Senioren am Steuer: Erst mit 75 zum Arzt

Nach dem Nationalrat ist auch der Ständerat damit einverstanden, dass die Altersgrenze für den Fahrtauglichkeitstest um fünf Jahre heraufgesetzt wird.

Die Hand einer älteren männlichen Person mit einem Zündschlüssel am Lenkrad.
Legende: Ärztliche Check-ups ab 75 sind zeitgemäss, sinnvoll und kostensparend. Dem stimmt das Parlament zu. Keystone

Die Altersgrenze für die periodische vertrauensärztliche Kontrolluntersuchung für Autofahrerinnen und -fahrer in der Schweiz soll von 70 auf 75 Jahre erhöht werden.

Nach dem Nationalrat stimmte auch der Ständerat einer entsprechenden parlamentarischen Initiative des Aargauer SVP-Nationalrats Maximilian Reimann mit 22 zu 19 Stimmen zu – anders als die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerates (KVF-SR): Diese hatte beantragt, dem Anliegen keine Folge zu leisten. Sie erachte den Zeitpunkt als zu früh, um bereits Änderungen am Via-Sicura-Paket zu beschliessen, gab sie an.

Werner Hösli: «Autofahren ist wie Schuhebinden»

Die Heraufsetzung der Altersgrenze sei zeitgemäss, sinnvoll und kostensparend, argumentierte dagegen Brigitte Häberli-Koller (CVP/TG). Auch Werner Hösli (SVP/GL) unterstützte den Minderheitsantrag: Menschen in der Schweiz würden immer gesünder älter. Die geltende Altersgrenze sei vor fast 50 Jahren festgelegt worden. Eine Erhöhung sei daher schon aus rein arithmetischen Gründen nötig.

Für die 70-Jährigen von heute sei Autofahren «wie Schuhebinden»: «Sie tun dies seit 50 Jahren tagtäglich», so Hösli. Das sei bei der Einführung der Altersgrenze in den 1970-er-Jahren nicht der Fall gewesen. Damals habe jemand mit 70 im Schnitt 10 Jahre Fahrpraxis gehabt. Junglenker seien daher die grössere Gefahr im Verkehr.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI (Aetti)
    Die Einsicht ist bei mental eingeschraenkten Patienten bezueglich Fahrtuechtigkeit aeusserst gering und je mehr sie mental Abbauen je geringer ist diese Einsicht.. 5 Jahre koennen da schon einen gewaltigen Unterschied ausmachen.. wer nimmt moegliche schwere ZUSAETZLICH Unfaelle mit event Todesfolge auf sich... wer vom heutigen Parlament... Ihr solltet das nochmals besser ueberdenken! Aber fast alles aeltere Damen und Herren in der Regierung.. DAS ist schon Beweis fuer mangelnde Einsicht!!!
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  • Kommentar von Franz NANNI (Aetti)
    Jedermann sollte regelmaessig seine Fahrtuechtigkeit ueberpruefen.. es gibt auch koerperliche Behinderungen oder halt eben Geistige.. und der Gang zum Arzt sollte so oder so Jedermann einmal im Jahr unternehmen.. dann kann auch diese Seite abgecheckt werden.. (Man denke auch an den erzwungenen Flugzeugcrash in Frankreich... ) Aber warum jetzt wieder etwas Gutes abgewuergt wird, ist mir schleierhaft, ich selber bin 75 und immer noch fit, aber wenn nicht mehr, weis ich das denn auch? also!
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    1. Antwort von marianne marty (marima)
      F.Nanni, zweifle im Moment an Ihrer Fitness. Bin überrascht von Ihrer Sicht der Dinge. Nein ehrlich, eine ärztliche Bescheinigung garantiert weder mit 70 noch 75, dass nicht trotzdem etwas passieren kann. Wenn schon eine staatliche Vorschrift (Altersdiskriminierung) bestehen muss, finde ich die Erhöhung auf 75. total o.k./ Selbstverantwortung und Ehrfurcht vor dem Leben ist in jedem Alter erwünscht. En liebe Grüß nach S.A.
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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Die heutigen Gernerationen haben das Autofahren meistens schon sehr früh gelernt und können mit den früheren Generationen, die vielleicht sogar erst mit 40 den Fahrausweis gemacht haben, nicht so einfach verglichen werden. Mir scheint es geht im Wesentlichen vor allem um die körperlichen und geistigen Fähigkeiten, die die Fahrtauglichkeit beeinträchtigen können oder könnten. Darauf muss man ein Augenmerk haben und nicht einfach auf das Alter abstützen, den das genau greift zu kurz.
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