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Session Ursula Haller nach 15 Jahren im Nationalrat verabschiedet

«Gradlinig, eigenständig und mit Herz und Verstand». Mit diesen Worten hat Nationalratspräsident Ruedi Lustenberger heute Ursula Haller aus der grossen Kammer verabschiedet. Er würdigte die 65-Jährige für ihren grossen Erfolg beim bezahlten Mutterschaftsurlaub, aber auch als Mitbegründerin der BDP.

Legende: Video Ursula Haller (BDP) wird verabschiedet abspielen. Laufzeit 00:45 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 26.09.2014.

Mit dem Ende der Herbstsession verlasse eine Vollblutpolitikerin die Bundespolitik, die sich glaubwürdig, kompetent und mit Leidenschaft für das Allgemeinwohl engagiert habe, hielt Nationalratspräsident Ruedi Lustenberger in der Abschiedsrede fest. Er verdankte Ursula Hallers Arbeit in der aussenpolitischen Kommission, in der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur sowie in der Sicherheitspolitischen Kommission.

«Mit Herz und Verstand»

Ursula Haller politisiere geradlinig und eigenständig und mit Herz und Verstand, betonte Lustenberger. «Sie wurde geschätzt für die offene und menschliche Art, wie sie auf Personen und politische Themen zuging.», sagte er und zitierte ihr politisches Leitmotiv: Sage, was du denkst und denke, was du sagst.

Der Nationalratspräsident erinnerte sodann an das turbulente politische Jahr 2008, als Haller als Mitbegründerin der Bürgerlich Demokratischen Partei (BDP) wirkte. Einer ihrer ganz grossen politischen Erfolge sei die die parlamentarische Initiative für einen bezahlten Mutterschaftsurlaub gewesen, die sie mit Kollegen in einer überparteilichen Zusammenarbeit 2003 zu Erfolg geführt habe.

Ursula Haller wird im Nationalrat verabschiedet.
Legende: Blumen und Applaus für Vollblutpolitikerin Ursula Haller. Keystone

Politische Karriere begann bei SVP

Ursula Haller wurde 1990 auf der Liste der Berner SVP in den Nationalrat gewählt. Bereits zuvor war sie politisch aktiv. Seit 1985 als Mitglied der Thuner Legislative und von 1990 bis 1999 als Berner Grossrätin und auch als Grossratspräsidentin. Seit 16 Jahren engagiert sich Ursula Haller als hauptamtliche Thuner Gemeinderätin. Aus der Stadtregierung tritt sie nun ebenfalls zurück. Zuvor arbeitete die gelernte Betriebsbeamtin SBB in verschiedenen Stellen, beispielsweise in der Direktion der eidgenössischen Munitionsfabrik.

Sie wolle nun zusammen mit ihrem Ehemann und der Familie den Herbst des Lebens noch möglichst lange geniessen, hält sie in ihrem Rücktrittsschreiben fest.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Freude herrscht. Eine Vollblutpoliti8kerin geht, die leidenschaftlich gegen die SVP wetterte, kaum hatte sie den Mund geöffnet. Haller ade, Scheiden tut nicht weh.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Ursula Haller war eine engagierte Politikerin. Zudem eine sehr attraktive und für politisch interessierte Bürger(innen) zugängliche Frau. Sie war neben den vielen "kurzhaarigen", mit roten Halstücher beschmückten, vielen "links/grünen" "Der Staat muss - der Staat soll" - Frauen, eine angenehme "Abwechslung" (Bereicherung). Dass sie aber nach der Gründung der BDP, bei jeder Gelegenheit gegen ihre frühere Partei SVP,(die ihr die ganze Karriere ermöglichte), polterte, haben ihr viele nie verziehen!
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    1. Antwort von R.Mathis, Küsnacht
      Konnte Frau Haller nie verstehen,wie schnell man sich blenden und die Seiten wechseln kann.Bin auch der Meinung,dass sie der SVP Einiges zu verdanken hat.Habe sie über viele Jahre bewundert,bin aber heute sehr enttäuscht über ihr Benehmen der SVP gegenüber. p.s. bin nicht SVP Wähler,ist einfach mein Empfinden.
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    2. Antwort von Marlene Zelger, 6370 Stans
      Dass Ursula Haller stets Personenpolitik betrieb, statt Sachpolitik, zeugt von der Unfähigkeit, Probleme zu lösen und dafür die nötigen Argumente darzulegen. Und siehe da, SRF widmet ihr zum Abschied mit freundlicher Unterstützung einen Beitrag und lässt ihre SVP Attacken nochmals revue passieren.
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