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Session Wegwerf-Plastiksäcke werden doch nicht verboten

Das Parlament kassiert einen früheren Entscheid, der die Raschelsäcklein verbieten wollte. Damit ist der Weg frei für eine Branchenvereinbarung, mit welcher die Wegwerf-Säcke künftig etwas kosten sollen. Um 80 Prozent soll der unökologische Verbrauch verringert werden.

Sollen bei Migros und Coop 5 Rappen kosten: die weissen Einweg-Säcke.
Legende: Sollen bei Migros und Coop 5 Rappen kosten: die weissen Einweg-Säcke. Keystone

Das Eidgenössische Parlament will Wegwerf-Plastiksäcke nun doch nicht untersagen. Es überlässt es dem Detailhandel, dafür zu sorgen, dass weniger Einwegtüten in Umlauf kommen. Nach dem Nationalrat hat auch der Ständerat entschieden, auf ein Verbot zu verzichten.

Damit machte das Parlament einen früheren Entscheid rückgängig. 2012 hatten National- und Ständerat den Bundesrat beauftragt, Wegwerf-Plastiksäcke zu verbieten. Sie stimmten einer Motion von Nationalrat Dominique de Buman (CVP/FR) zu. Nun wurde diese abgeschrieben, und der Weg ist frei für die Branchenvereinbarung des Detailhandels.

Verbrauch um 80 Prozent verringern

Die Detailhändler haben vor, die kleinen Gratis-Plastiksäcklein bis Anfang 2018 von den meisten Kassen zu verbannen. Die Vereinbarung soll den Verbrauch der Wegwerf-Plastiksäcke um 80 Prozent verringern.

Der Verbrauch soll bis 2018 um 80 Prozent eingedämmt werden.
Legende: Der Verbrauch soll bis 2018 um 80 Prozent eingedämmt werden. Keystone

Der Plan: Für die Säcklein, die an den Landenkassen aufgerollt sind, sollen Kunden künftig bezahlten. Die Vereinbarung gilt allerdings nur für Läden, die hauptsächlich Lebensmittel verkaufen. Convenience-Shops wären ausgenommen. Weiterhin gratis wären die Säcke ausserdem für Obst und Gemüse im Offenverkauf.

Coop kündigte an, die Säckchen ab dem 24. Oktober zunächst an Zürcher Kassen für 5 Rappen abzugeben. Bis im Frühling 2017 soll es die kostenpflichtigen Säcke dann landesweit geben. Coop will zudem Säckchen aus Recyclingmaterial verwenden, das weitgehend aus Folienabfällen der Verteilzentralen stammt.

Erlöse für Umweltprojekte

Die Genossenschaft Migros Waadt hatte bereits 2013 kostenpflichtige Einwegsäckchen eingeführt. Das Beispiel habe es gezeigt: Müsse für die Säckchen bezahlt werden, lasse sich der Verbrauch drastisch reduzieren, schreibt Migros nun. Ab dem 1. November kosten die Einweg-Plastiksäckchen an allen Migros-Kassen 5 Rappen.

Wie Coop will auch Migros die Raschelsäcke neu aus Recyclingmaterial herstellen lassen. Beide Grossverteiler werden die fünf Rappen, die sie mit den Säckchen einnehmen, für Umweltprojekte einsetzen.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Weshalb sollte Plastik produzieren und wegwerfen verboten werden??? Es geht doch nur um die Zerstörung der Welt!! Mensch ist das alleinige Lebewesen auf der Welt, welches sich und seine lebenswichtige Welt zerstört!!
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Bei uns auf dem Wochenmarkt werden die Lebensmittel wie Gemüse etc. seit diesem Jahr in kompostierbare Säckli eingepackt.
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  • Kommentar von Klaus Kreuter (Klaus Kreuter)
    Verehrter Herr Nanni, nur um Ihre, m.E: bescheidenen Kunstoffkenntnisse, etwas aufzufrischen. Die Tüten sind aus HDPE und vollkommen recyclierbar, ausserdem können diese hervorragend in der Müllverbrennung benutzt werden. Diese ergeben hohe Energieausbeuten und vermeiden damit Stützfeuer aus Gas oder Erdöl. Viele der " Experten" wissen das nicht, aber reden ununterbrochen darüber.
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    1. Antwort von Franz NANNI (Aetti)
      polyethylene ist reciclebar.. so man es tut, aber wie alle Plasticarten verschandelt es halt auch die Umwelt, und produziert Micropartikel die im Wasser nachweisbar sind... So man Verbrennungsanlagen hat gut, aber wo in der Welt ist man so gut ausgeruestet wie in der CHFuer mich ist immer noch die lange vrwendbare Baumwolltasche Nr 1 und Fruechtekartons im Kofferraum, wo man das Gekaufte direkt vom trolly rein tut.. ohne Sackumweg!.
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