Wermuth und die Stimme von Facebook

Direkte Demokratie über Social Media – das ist das Ziel des Aargauer SP-Nationalrats Cédric Wermuth. Der Bundesrat nahm in der Fragestunde Stellung zu den Anliegen von Wermuths Facebook-Freunden. Das hat es noch nie gegeben.

Porträt von Wermuth.

Bildlegende: Wermuth: «Warum bin ich nicht schon früher auf die Idee gekommen?» Keystone

«Warum bin ich nicht schon früher auf die Idee gekommen?», sagt SP-Nationalrat Cédric Wermuth zu SRF News Online. «Ich trage die Anliegen der Bevölkerung nach Bern, einfach den modernen Realitäten angepasst.»

Video «Facebook-Frage im Parlament» abspielen

Schneider-Ammann zum Telefonterror

2:00 min, vom 16.6.2014

Das Modell funktioniert folgendermassen: Wermuth fragte seine Freunde via Facebook, welche Fragen zur politischen Aktualität ihnen unter den Nägeln brennt. Die gesammelten Fragen stellte er dem Bundesrat in der Fragestunde.

So wollten Wermuths Freunde von Bundesrat Johann Schneider-Ammann wissen, was das Seco gegen das aggressive Telefonmarketing der Krankenversicherer unternimmt.

Video «Maurer zu den Fifa-Skandalen» abspielen

Maurer zu den Fifa-Skandalen

0:55 min, vom 16.6.2014

Und Bundesrat Ueli Maurer musste zu den Skandalen der Fifa Stellung nehmen. Maurer war sich des Problems bewusst, doch der Bundesrat blieb wage: «Wir müssen vorerst die Ergebnisse der laufenden Untersuchungen der Fifa-Gremien abwarten.»

Wermuth ist mit dem Facebook-Experiment im Rat zufrieden. «Ich werde das ganze Jahr so weitermachen.»