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Session Wie halten Sie es mit dem Energiesparen, liebe Politiker?

Sie werfen mit technischen Begriffen um sich, liefern sich scharfe Rededuelle – und entscheiden über die Energiezukunft der Schweiz. Doch wie schlagen sich die Parlamentarier selbst beim Thema Energieeffizienz? Das wollten wir herausfinden.

Entweder lügen sie alle wie gedruckt, oder aber die Nationalräte der Energiekommission (Urek) sind tatsächlich vorbildlich, wenn es um Energieeffizienz geht. Da gibt es Politiker, die für WC und Waschmaschine nur Regenwasser benutzen. Andere produzieren den Strom ihres Elektroautos gleich selber. Und fast alle schalten den Fernseher am Abend ganz aus, statt ihn im Standby-Modus zu lassen.

So viel Vorbildlichkeit ist fast schon wieder unheimlich. Um das eigene Gewissen zu beruhigen, darf man sich sagen, dass die Umfrage bei Mitgliedern anderer Kommissionen wohl ein wenig anders ausgefallen wäre. Zumindest würde es überraschen, wenn auch die Mitglieder der Finanzkommission fast alle eigene Solaranlagen auf dem Dach hätten.

Lieber warm duschen

Wie dem auch sei, wir wollen nicht das Haar in der Suppe suchen. Vielmehr stellen wir fest: Die angefragten Politiker debattieren nicht nur über die Energiewende, sie versuchen auch im täglichen Leben, Energie zu sparen. Das zeigt unsere Umfrage.

Allerdings sind auch die Urek-Nationalräte nur Menschen. Auf die Frage, ob sie bereit wären, für die Energiewende in Zukunft kalt zu duschen, antworteten die meisten mit Nein. Wie beruhigend.

19 Kommentare

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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    Umweltschutz in Ehren, aber es ist Humbug, immer nur davon zu reden. Auch unsre eigene Artenvielfalt in Fauna+Flora hat Daseinsberechtigung, braucht Lebensräume, Brutgelegenheiten, Nahrungsangebote, Rückzugmöglichkeiten. Fast alle Tiere hier sind gefährdet, Wildbienen, Tagfalter, Libellen, Echsen, Amphibien, Fische, Vögel, Pelztiere, aber auch unzählige Pflanzen, Wildblumen/-kräuter, Sträucher usf. Fehlen sie als Pollenquellen od.Eiablageplatz,so sterben auch die aus,die auf sie angewiesen sind.
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  • Kommentar von anton beton, bern
    Dieser Bericht basiert meiner Ansicht nach auf falschen Prinzipien. Kaum einer dieser Politiker wird sich wohl je mit life cycle assessment (LCA) beschäftigt haben. Aus diesem Grund ist auch Fernseher am Abend ausschalten nur die halbe Miete. Wer sich ständig "energieeffizientere" Geräte kauft, denkt oft nich an die Produktion und Verschrottung ebendieser, die oft mehr Energie verschlingt, als gespart wird. Am besten keinen Fernseher!
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Duschen muss keiner kalt!!!! Ich habe Warmwasser vom Dach.. mit 100m schwarzem Wasserschlauch.. in der CH kann man das aehnlich machen, da gibts hochtechn Installationen.. und so effektive Solarzellen,dass mein Sohn ueber die letzten 2 Jahre keine el Energie bezahlen musste... woelle muess me und den Heimatschutz ausbremsen.. denn Daecher sollten bei Gesetz genutzt werden muessen.. dann hat die CH mit Wasserkraft genug Energie.. man darf nur nicht mehr ins Ausland verkaufen!
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    1. Antwort von R. Gfeller, Nelspruit SA
      Ach, ihr Sohn braucht nur Strom, wenn die Sonne scheint? Oder ist er etwa doch auf die Bandenergie der nicht erneuerbaren angewiesen? Und wer bezahlt seine Einspeisevergütung und weitere Subventionen? Bzgl. Heimatschutz: Wollen Sie wirklich unsere Landschaft so leichtfertig und nachhaltig verunstalten? In städtischen Gebieten mag die Dach-/Fassadennutzung Sinn machen, aber in ländlichen oder Berggebieten, wo 5 Monate/Jahr Schnee liegt, ist der Schaden grösser als der Nutzen!
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    2. Antwort von Beppie Hermann, Nelspruit SA
      Platz für für Solarzellen hätten wir eigentlich genug, auf Dächern, entlang von Autobahnen, Lärmschutzwänden usf, vielleicht sogar auf Pannenstreifen? Schliesslich gibts auch dunkelbraune, die stören das Landschaftsbild auch weniger. Das Problem liegt darin, dass Speichermöglichkeiten fehlen. Im sonnenarmen Norden kommt man ohne sie nicht aus. Das wäre toll, jedem Haus seine eigene Solaranlage mit Batterie im Keller und einem ausgetüftelten Verteilersystem.
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