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Bergsturz im Bergell «Sie sind am Morgen losgezogen – ins Gefahrengebiet»

Legende: Video Nach wie vor Vermisste nach Bergsturz in Bondo abspielen. Laufzeit 9:46 Minuten.
Aus Tagesschau vom 24.08.2017.

Reto Salis-Hofmeister ist Hüttenwart auf der Sciora-Hütte. Er hat den Felssturz von der Hütte aus beobachtet und gefilmt. «Der Felssturz kam nicht überraschend», sagt er. Sie seien bereits vor etwa zwei Wochen gewarnt worden, dass es zu einem grösseren Felssturz kommen könnte. Bereits zuvor sei es immer wieder zu kleineren Felsstürzen gekommen.

Sciora-Hütte schliesst früher

«Darum haben wir auch die Warnung an unsere Gäste weitergegeben.» Auch am Unglücksmorgen hielten sich mehrere Personen in der SAC-Hütte auf. «Da waren Bergsteiger und Wanderer darunter. Sie alle haben bei uns übernachtet. Acht von ihnen sind kurz vor dem Bergsturz am Morgen um 8 Uhr losgezogen – ins Gefahrengebiet», sagt der Hüttenwart nachdenklich.

Seither werden sie vermisst. Normalerweise schliesst die Sciora-Hütte Ende September. Doch nach diesem Bergsturz wird die SAC-Hütte bereits in diesen Tagen geschlossen.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Wer viel in den Bergen Wanderungen machte (und als "Grufti" immer noch, weniger strenge macht), kennt viele gefährliche (ausgeschilderte) Wege und Gebiete! Wer die Warnungen (auch die des Hüttenwartes!) einfach ignoriert und solche Gebiete trotzdem durchwandert, geht immer ein eigenes Risiko ein! Herr Caroselli hat es bereits klar beschrieben: Verbote und Warnungen sind in der heutigen Spassgesellschaft da, um sie zu ignorieren! Traurig aber wahr!
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    1. Antwort von Benjamin Thiel (BThiel)
      Das war früher sicherlich ganz anders....
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    2. Antwort von Albert Planta (Plal)
      Unsinn. Es sind "früher" mindestens so viele Alpinisten verunfallt.
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  • Kommentar von Franco Caroselli (FrancoCaroselli)
    O je Herr Ducrey, es hat noch Zustiege und nicht nur Quersteige. Und Hand aufs Herz. Wer ignoriert nicht gerne Warnungen. Sei es mit Velo in Perronunterführung fahren wo man um die Ecke nicht sieht, Baden im Bach mit Warnschilder von Stauseebetreiber, Gleisüberschreitungen trotz Schilder, Strudel in Flüssen. Der Mensch lässt sich trotz Warnungen von anderen nicht gerne Bevormunden. Gell? Denke auch hier, haben die Warte bestimmt gewarnt......Wie die Gruppe reagiert hat, weiss man später mal.
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    1. Antwort von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
      Ich sehe das als gebürtiger Walliser und erfahrener Bergsteiger etwas anders. Wenn man Wege sperrt, dann gibt es einen wirklich gefährlichen Grund dafür. Dass man dennoch die SAC-Hütten bewirtet, obwohl deren Normalaufstieg eine grosse Gefahr darstellt, ist schlichtweg nicht nachvollziehbar. Eine nicht bewirtete Hütte wird kaum angelaufen. Die Tour über den Cacciabella ist sehr schön, aber wenn's zu gefährlich ist, sollte auch der SAC konsequent sein. Man kann froh sein, war nicht Wochenende.
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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Fairerweise muss gesagt sein, dass beide Auf- bzw. Abstiege zu bzw. von den SAC Hütten Sciora und Sasc Furä auf rund 4km Wegstrecke oder mehr als einer Stunde Marschzeit durch das Gefahrengebiet führen. Gerade für normale Wanderer bestand eigentlich keine Alternative. Insofern darf schon hinterfragt werden, ob man mit der Warnung der Behörden nicht auch den Wirtebetrieb auf den SAC-Hütten hätte einstellen müssen.
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    1. Antwort von HP Korn (HaPeChe)
      Gesperrt war laut Grafik der Tamedia nur der direkte, NICHT markierte Pfad (schätzungsweise T5, tw. T6) zwischen beiden Hütten, der mitten durch das Bergsturzgebiet führt. Es scheint, dass 2 der 8 Alpinisten dennoch diesen Pfad gewählt haben. Dass die normalen Hüttenwege (T2 / T3) angesichts der sich vor Tagen bereits von Geologen erkannten grossen Gefahr nicht auch komplett gesperrt wurden verstehe ich nicht. Hinweistafeln, dass man hier nicht länger verweilen sollte, klingen allzu harmlos.
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