SMS kosten Tausende den Führerschein

Gefährliche Kurznachrichten mit drastischen Konsequenzen: Über 10'000 Autolenker mussten 2012 ihren Fahrausweis abgeben. Sie hatten während des Autofahrens ein Smartphone oder Navigationsgerät bedient.

Jemand bedient ein Smartphone während des Fahrens, das Navigationsgerät leuchtet in der Dämmerung.

Bildlegende: Das Schreiben von Kurznachrichten am Steuer wird härter bestraft als das Telefonieren. Reuters/symbolbild

10'232 Autolenkern wurde das Tippen während des Fahrens zum Verhängnis. Sie mussten im vergangenen Jahr wegen Ablenkung und Unaufmerksamkeit ihren Brief abgeben. Das sind fast sieben Prozent mehr als 2011.

Essen am Steuer ebenfalls verboten

Das Phänomen dürfte auf die stärkere Verbreitung von Smartphones zurückgehen, teilt das Bundesamt für Strasse (Astra) mit. Wer am Steuer ein SMS oder E-Mail tippt oder das Navigationsgerät bedient und dabei erwischt wird, muss den Ausweis in der Regel abgeben. Auch eine Ablenkung durch Essen kann zum Entzug führen. Weniger hart gebüsst wird das Telefonieren am Steuer – in solchen Fällen droht lediglich eine Ordnungsbusse.

 Insgesamt verharrte die Zahl der Ausweisentzüge mit 76'196 aber praktisch auf dem Vorjahresniveau. Den grössten Anteil machten Tempoüberschreitungen aus, gefolgt von Entzügen wegen Alkohol am Steuer. Bereits bei 0,8 Promille ist der Ausweis weg.

Schliesslich musste die Polizei auch vielen Junglenkern deren Ausweis auf Probe annullieren. Die Altersgruppe von 20 bis 29 Jahre ist mit fast einem Drittel für die meisten Ausweisentzüge verantwortlich. Die meisten Ausweisentzüge waren auf einen bis drei Monate befristet.