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Schweiz Snowden würde gerne in die Schweiz kommen

Edward Snowden kann sich vorstellen, in der Schweiz zu leben. Politisch wäre ein Asylgesuch in der Schweiz eine gute Option, sagt der Whistleblower in einem Video-Interview. Am liebsten würde er allerdings in seine Heimat zurückkehren.

Legende: Video Snowden über politisches Asyl in der Schweiz (Englisch) abspielen. Laufzeit 00:29 Minuten.
Aus News-Clip vom 06.03.2015.

Die Schweiz als neue Heimat für den ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden? Er könne sich gut vorstellen, in der Schweiz als politischer Flüchtling zu leben. Dies sagte Snowden anlässlich des Filmfestivals für Menschenrechte in Genf, an das er per Skype zugeschaltet war.

Der Informatiker verhehlte nicht, dass sein Exil in Russland auf ihm laste. Einige seiner besten Erinnerungen habe er an Genf. «Ich möchte gerne in die Schweiz zurückkommen. Politisch wäre dies eine hervorragende Option», sagte der Whistleblower, der von 2009 bis 2011 in Genf gearbeitet hatte.

«Schweiz wäre für USA akzeptabel»

«Die Schweiz ist neutral, sie respektiert die Menschenrechte», so Snowden. Mit einer Asylgewährung würde die Schweiz überdies zeigen, «dass das Recht gilt, dass die Verteidigung unserer Freiheit wichtig ist.»

Er glaube, diese Lösung wäre für die US-Regierung akzeptabel – «auch wenn sie das öffentlich nie zugeben würde». Es sei aber nicht an ihm, das zu entscheiden, sondern an den Schweizer Bürgern und am Bundesrat. Über die Absicht, ein Asylgesuch einzureichen, sprach Snowden aber nicht.

Kein faires Verfahren

Seine Heimat fehle ihm, räumte er ein, und auch seine Familie und Freunde. Doch sei das Justizministerium nicht bereit, ihm ein faires Verfahren zu garantieren. Er wolle kein Verfahren, bei dem Beweise präsentiert würden, die geheim blieben und bei dem geheime Zeugen aussagten. «Ich will keine geheime Auslegung des Rechts», sagte der 31-Jährige.

Snowden hatte im Sommer 2013 von Hongkong aus die geheime Überwachung der Internet- und Telefonkommunikation durch die US-Geheimdienste enthüllt. Daraufhin erhielt er in Russland Asyl.

Der ehemalige Mitarbeiter des US-Geheimdiensts NSA liess im Gespräch auch durchblicken, dass die US-Geheimdienste in der Schweiz immer noch aktiv seien. «Die Situation hat sich nicht verändert.»

CitizenFour

CitizenFour, der Film über den NSA-Whistleblower Edward Snowden, ist – unter grossem Applaus – am Filmfestival für Menschenrechte in Genf gezeigt worden. Die Journalistin und Filmemacheirn Laura Poitras erzählt von den Tagen, als sie Snowden in einem Hotel Zimmer in Hong Kong traf und er seine Enthüllungen offenlegte.

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63 Kommentare

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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Es hat doch gar keinen Sinn das wir uns hier die Finger blutig schreiben! Wichtig ist in erster Linie was Herr Dr. Blocher sagt,oder via Herrn Parteipräsident Brunner oder Herrn Fraktionspräsident Amstutz verlauten lässt zu dem Thema! Bisher hab ich noch keine Stellungsnahme gehört und es wurden diesbezüglich auch noch keine Komentarvorlagen veröffentlicht! Also,ruhig Blut! Es gibt wichtigere Themen!
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    1. Antwort von G.Beretta, Bern
      Es kommt vielleicht auch der Tag, wo Herr Dr. Blocher oder Herr Parteipräsident Brunner oder Herr Fraktionspräsident Amstutz den SVPler sagen werden, mit Ihr eigenes Gehirn zu überlegen, aber das Bezweifle ich. Wenn es wichtigere Themen gibt, genügt es keinen Kommentar zu schreiben und sich ein "wichtigeres" Thema aussuchen….
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  • Kommentar von Hans Vader, Luzern
    Wenn Snowden in die Schweiz kommen möchte, dann ist er sicher willkommen, er könnte uns helfen uns gegen die NSA zu verteidigen. Ich würde es aber abraten, da die Schweiz kein neutraler Staat ist. Ausserdem würde er sich der Auslieferungsgefahr (ja, rechtlich würde die Auslieferung gegen die Menschenrechte verstossen, aber das stört nicht) und der Abhörgefahr (ja, die NSA betreibt überall in der Schweiz Abhöranlagen) aussetzen
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  • Kommentar von Alex Kramer, ZH
    Im Gegensatz zu Chodorkowski dürfte Snowden als mittellos gelten - rein deshalb werden die CH-Behörden ihn kaum reinlassen - nebst der Gefahr, dass er auf Anweisung von BigBro sofort nach G-Bay ausgereist und einmal mehr niemand was davon wissen wird... So sind wir eben eher dem Geld treu ergeben...
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