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Altersvorsorge 2020 So denken die Wähler

Linke und rechte Wähler sind in vielen Punkten einig, wenn es um die Altersvorsorge geht. Das zeigt eine Untersuchung der Universität Zürich.

Legende: Video Von oben herab: Die SVP pfeift auf die eigene Basis abspielen. Laufzeit 7:22 Minuten.
Aus Rundschau vom 22.03.2017.

In einer repräsentativen Befragung in der ganzen Schweiz hat das Institut für Politikwissenschaft der Uni Zürich stimmberechtigte Bürgerinnen und Bürger zu verschiedenen Reformvorschlägen der Altersvorsorge befragt.

SVP

Die SVP-Wählerschaft ist sehr kritisch gegenüber Kürzungen eingestellt. Fast 70 Prozent finden, dass Leistungskürzungen inakzeptabel sind. Sie sind der Ansicht, dass die Altersvorsorge durch Mehreinnahmen gesichert werden sollte. Wäre das Rentenalter 67 in einer Reform enthalten, würde dies die Chancen auf eine Zustimmung der SVP-Wähler deutlich senken. Einer Erhöhung der AHV-Renten stehen die SVP-Wähler indifferent gegenüber: Sie würde die Chancen des Pakets weder deutlich senken noch erhöhen.

SP

Auch bei den Anhängern der SP herrscht grosse Skepsis was Leistungskürzungen betrifft. Eine Erhöhung der AHV-Rente erhöht die Chancen auf eine Zustimmung klar. Insgesamt zeigt sich ein sehr ähnliches Bild wie bei der SVP-Wählerschaft.

FDP

Bei den Wählern der FDP finden dagegen nur rund 45 Prozent, dass Leistungskürzungen das falsche Mittel zur Finanzierung der Altersvorsorge sind. Dies ist der tiefste Anteil im Vergleich mit den anderen Parteien. Eine Erhöhung des Rentenalters auf 67 würde die Chancen auf eine Zustimmung zu einer Reform verringern. Einer Erhöhung der AHV-Renten stehen auch die FDP-Wähler indifferent gegenüber.

CVP

Die Wählerschaft der CVP will mehrheitlich keine Leistungskürzungen. Mehr AHV-Rente erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Wähler einer Reform zustimmen. Ein Rentenalter von 67 Jahren würde die Chancen auf eine Annahme dagegen klar verringern.

Grüne

Rund drei Viertel der Anhänger der Grünen sind gegen Leistungskürzungen. Dies ist der höchste Anteil aller Parteien. Die Erhöhung des Rentenalters von Frauen auf 65 macht die Zustimmung der grünen Wähler zu einer Reform wahrscheinlicher. Geringe Chancen hätte eine Reform mit Rentenalter 67 für Frauen und Männer. Bezüglich einer höheren AHV-Rente lässt sich aus der Statistik keine Tendenz ablesen.

GLP

Eine knappe Mehrheit der Wähler ist gegen Leistungskürzungen und will, dass die Altersvorsorge durch Mehreinnahmen gesichert wird. Ansonsten zeigt sich bei den Unterstützern der GLP ein ähnliches Bild wie bei jenen der FDP.

BDP

Die Anhänger der BDP sind gegenüber Leistungskürzungen offener eingestellt als die Wählerschaft der Polparteien und der CVP. Auch sie sprechen sich aber mehrheitlich dagegen aus. Wie bei den Unterstützern der meisten Parteien hätte auch bei jenen der BDP ein Reformpaket mit Rentenalter 67 geringe Chancen.

Die Eckwerte der Umfrage

Die Umfrage wurde vom Institut für Politikwissenschaft der Uni Zürich zwischen dem 6. Januar und dem 10. März 2017 durchgeführt. Befragt wurden 1477 Personen in der ganzen Schweiz.

9 Kommentare

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  • Kommentar von Henriette Rub (ehb)
    Die Parteien mögen sich einig sein. Das heisst noch lange nicht, dass das Volk deren Meinung akzeptiert und vorbehaltlos übernimmt. Die Damen und Herren der Parteispitzen haben ja sicher ein super Polster für die alten Tage. Viele Menschen auch in der pseudo reichen Schweiz haben das nicht und sind auf eine anständige Rente angewiesen.
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  • Kommentar von Nico Basler (Bebbi)
    Nach dem inhaltsleeren, wirren Geplapper des Herrn Rösti in der Rundschau vom Mittwoch wundert mich eigentlich nichts mehr. Schlicht und ergreifend zu Fremdschämen. Na ja, wie heisst es schon in der Bibel - beati pauperes spiritu.......
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    1. Antwort von S Mauer (SandraM)
      "Nach dem inhaltsleeren, wirren Geplapper des Herrn Rösti in der Rundschau vom Mittwoch wundert mich eigentlich nichts mehr. Schlicht und ergreifend zu Fremdschämen. " Interessanter Punkt, Frau Bächler. Ich kann dies einfach so nicht finden. Vielleicht zitieren Sie doch genau wo es wirr und zum fremdschämen gewesen sein soll. Irgendein Zitat oder Zeitangabe im Bericht, dann schauen wir uns das gemeinsam an. Besten Dank für grossen und nicht selbstverständlichen Bemühungen.
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  • Kommentar von Tom Duran (Tom Duran)
    Denken nenne ich das aber nicht, eher nachplappern was die Partei empfiehlt!
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