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Schweizer Nationalfeiertag So feiern die Gemeinden (nicht mehr)

Kritisch drinblickendes Kleinkind mit Schweizer Fahne im Kinderwagen
Legende: Den 1. August am 31. Juli feiern: Eine gute Idee? Keystone

Sterben die 1.-August-Feiern aus? Diese Frage hat sich der Gemeindeverband gestellt und deshalb alle Ortschaften angefragt. Das Resultat , Link öffnet in einem neuen Fensterist widersprüchlich. Beispiele, wie Gemeinden den Nationalfeiertag begehen.

1. Liquidation: Die offizielle Feier findet nicht mehr statt

Jede achte Gemeinde verzichtet auf eine offizielle 1.-August-Feier. Auch Hundwil im Kanton Appenzell Ausserrhoden: «Das Interesse hat abgenommen», sagt Gemeindepräsidentin Margrit Müller. Da der Nationalfeiertag in die Ferienzeit falle, würden viele Leute lieber in die Berge gehen oder zu Hause mit der Familie feiern. Darüber hinaus sei es zunehmend schwieriger geworden, freiwillige Helfer für ein Fest zu finden.

2. Budgetkürzungen: Keine Gratiswürste, keine Extrawürste

Keine Gratiswürste, kein Feuerwerk mehr oder die Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden: Solche Lösungsansätze werden zum Beispiel in Alpnach, Schupfart oder Roggwil verfolgt. In Zwieselberg findet eine offizielle Feier nur noch alle zwei Jahre statt.

3. Outsourcing: Aus der Feier wird ein Fest

Immer öfter wird der Anlass auch einem privaten Verein übertragen, dem Jodelchor, der Turnriege, oder wie in Bonaduz und Rhäzüns dem «Fire House Club», der drei alte Feuerwehrautos in Stand hält. Die Zusatzeinnahmen könne man gut gebrauchen, sagt Vereinspräsidentin Riccarda Lemmer. Dafür organisiere man ein Fest mit Wirtschaft, Bar, Livemusik, Kinderplausch und Tombola.

4. Investition: Das Budget wird aufgestockt

34 Gemeinden haben dieses Jahr das Budget für die 1.-August-Feier aufgestockt. Eine davon ist St.Stephan im Simmental: «Wir investieren mehr Geld, weil wir unsere Heimat lieben, weil wir Schweizer Geschichte leben und weil wir es wichtig finden, dass wir den Schweizer Nationalfeiertag zusammen feiern», fasst Gemeinderätin Pia Perren die Gründe zusammen. Allerdingt kamen auch in St. Stephan zuletzt immer weniger Leute zur Feier. Deshalb hat man eine zusätzliche Massnahme ergriffen.

5. Adaption: Gefeiert wird am 31., weil am 1. alle frei haben

Die Gemeinde St. Stephan hat neben einer Budgeterhöhung auch beschlossen, dass der 1. August erstmals am Abend des 31. Julis gefeiert wird. «Im Obersimmental nutzen viele Leute den arbeitsfreien Nationalfeiertag, um in die Berge zu gehen und mit der Famlie zu feiern», sagt Gemeinderätin Pia Perren. Beim Vorverschieben der Feier handle es sich um einen Versuch. Einen, den immer mehr Gemeinden wagen.

1. August als Feiertag

Seit 1994 ist der Nationalfeiertag in der ganzen Schweiz ein arbeitsfreier Tag.

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120 Kommentare

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  • Kommentar von Serena Gnabry (SerenaG)
    Ich wünsche mir zur August-Feier etwas weniger SVP und etwas mehr Mitte-Links. Ich anerkenne zwar die demokratische Legitimation, finde aber für die anstehenden Probleme bei der Umwelt und AHV Links besser. Zudem wehrt sich die SVP gegen einen EU-Beitritt. Was ich absolut nicht nachvollziehen kann. Die Schweiz sollte Mitglied in diesem Friedensprojekt sein.
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  • Kommentar von Thomas Schneider (SchneiderT)
    Mich persönlich erstaunt, dass der 1. August bewusster gefeiert wird, als andere Feiertage. Weihnachten mal ausgeschlossen. Aber wer weiss heute noch warum man an Pfingsten oder Auffahrt frei hat. ähnlich erstaunlich die Kommentare von NBächler. Es scheint einfach unmöglich zu sein, ihn nur ansatzweise zum verstehen zu bringen. Stattdessen eiert er immer dieselben Phrasen. Schade ist ein Austausch nicht möglich. Jeder Feiertag verdient doch Anerkennung oder die Schätzung. Ich finde es schade
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    1. Antwort von Niklaus Bächler (sensus communis)
      Bitte selber denken und nicht abschreiben... Danke!
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    2. Antwort von Serena Gnabry (SerenaG)
      Richtig, Herr Schneider. Bei Weihnachten wissen natürlich auch fast alle, um welches Fest es sich handelt. Aber ansonsten ist den meisten wohl nur noch klar, warum der 1. Mai und der 1. August gefeiert wird. Ich möchte Ihnen gerne für den ganzen Beitrag gratulieren. Sie sehen an der Reaktion, dass sie richtig liegen. Auf NB trifft dies als einzigen zu. Wie wäre es wenn man an Feiertagen gerade wie den 1. August mehr für soziale Projekte macht. Vor allem mithelfen, Menschen unterstützen!?
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  • Kommentar von Heidy Rüegg (heidy70)
    Danke blatti, lachen ist doch so gesund, und beim lesen Ihrer Zeilen konnte ich herzlich lachen.
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