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Weltweite Cyber-Attacke So schützen Sie sich vor der Schadsoftware «Wanna Cry»

Legende: Audio Europol warnt vor zweiter «WannaCry»-Welle abspielen.
4:20 min, aus SRF 4 News aktuell vom 15.05.2017.

Erpressung auf zahllosen Computern weltweit: Die Malware «Wanna Cry» legt die Gefahr digitaler Angriffe offen. Nur langsam bekommen die betroffenen Unternehmen und Privatnutzer die Folgen in den Griff. Was tun, damit Sie der Schadsoftware «Wanna Cry» nicht Tür und Tor öffnen? SRF-Digitalredaktor Guido Berger weiss Rat.

  • Falls Sie nicht mit Windows arbeiten, können Sie mit einem guten Gefühl in die neue Arbeitswoche starten. Ihrem Computer droht zumindest von seiten «Wanna Cry» keine Gefahr. Die Schadsoftware verbreitet sich aussschliesslich über Windows.
  • Falls Sie mit Windows arbeiten und immer die neusten Sicherheitsupdates gemacht haben, droht ihrer Maschine nach jetzigem Wissensstand ebenfalls keine Gefahr. Die Sicherheitslücke, die der Trojaner nutzt, war Microsoft bereits bekannt. In einem der letzten Sicherheitsupdates wurde sie geschlossen.
  • Falls Sie auf Windows arbeiten und nicht immer alle Sicherheitsupdates gemacht haben oder gar auf einer veralteten Version unterwegs sind, dann seien Sie noch skeptischer gegenüber Ihnen unbekannten Absendern als sonst. Öffnen Sie verdächtige Anhänge oder Links ganz einfach nicht.
  • Bringen Sie ihren Rechner grundsätzlich immer per Sicherheitsupdates auf den neusten Stand. Das kann zwar ein paar Minuten in Anspruch nehmen, steht aber in keinem Verhältnis zum Zeitaufwand, den eine Infizierung nach sich zieht.
  • Machen Sie täglich backups. Sollte trotz aller Vorsicht mal was schief gehen, sind immerhin noch die Daten vorhanden. Das wieder in Gang bringen der Maschine beschert Ihnen dann noch genug Ärger.
  • Lassen Sie sich grundsätzlich nie von Hackern erpressen. Auch die unbekannten Absender hinter «Wanna Cry» verlangen Geld, um die schädliche Wirkung ihres Trojaners zu stoppen. Falls Sie digital erpresst werden, melden Sie dies den Strafverfolgungsbehörden.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Halbeisen (ch)
    Ich hatte auch einmal einen Virus erwischt, der Geld von mir wollte. Und zwar durch blosses Aufsuchen einer verseuchten Seite. Via Java-Script? Da gibt es nur Eines: Die Festplatte neu partitionieren und neu formatieren. Und da ich kein Image der Platte gemacht hatte, 3 Tage Neuinstallation. Mit einem Image wäre man nach 2 Stunden schon fertig.
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  • Kommentar von HP Korn (HaPeChe)
    Sehr erstaunlich: Keine der betroffenen Firmen und kaum einer der betroffenen Privaten würde Autos nutzen, die nicht mehr regelmässig gewartet und nicht mehr von der MFK überprüft sind. Wieso man bei der IT viel schlampiger ist verstehe ich nicht. Tragisch, dass etwa bei derart schlampigen Spitälern auch gewissenhafte Patienten darunter leiden. Unglaublich.
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    1. Antwort von Jens Mueller (Jens Mueller)
      Es geht ums Geld. Viele Firmen haben noch XP auf den Rechnern drauf. Ein neues OS würde Geld kosten und je nach dem muss das Personal noch geschult werden. Viele wechseln erst wenn etwas passiert ist also wie jetzt vielleicht. Es muss immer erst was passieren.
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  • Kommentar von Charles Halbeisen (ch)
    Die Empfehlung täglicher Backups ist für Firmen sinnvoll. Wenn auf dem privaten PC nichts Wichtiges hinzu gekommen ist, ist auch kein Backup nötig. Einmal pro Woche sollte reichen. Nicht zu verwechseln mit Sicherheits-Updates. Die sind täglich nötig.
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