Zum Inhalt springen

Schweiz So will der Bundesrat seine Klimaziele erreichen

Die Schweiz soll den Ausstoss von Treibhausgasen bis 2030 gegenüber 1990 halbieren. Der Bundesrat hat die Vernehmlassung zur Klimapolitik nach 2020 eröffnet.

Legende: Video «Die Klimaziele des Bundesrats» abspielen. Laufzeit 1:54 Minuten.
Aus Tagesschau vom 01.09.2016.

Drei Vorlagen für die Vernehmlassung:

  • die Genehmigung des Klima-Übereinkommens von Paris,
  • die Totalrevision des CO2-Gesetzes, in dem Ziele und Massnahmen rechtlich verankert werden,
  • das Abkommen mit der Europäischen Union zur Verknüpfung des Emissionshandels.

Die Vernehmlassung zu den drei Vorlagen dauert bis zum 30. November 2016.

Parlament muss Klimaziele von Paris ratifizieren

Die Eckwerte waren bereits bekannt. Im vergangenen Dezember hatte die Staatengemeinschaft das Klima-Abkommen von Paris verabschiedet mit dem Ziel, die Erderwärmung global deutlich unter zwei Grad zu halten.

Das Abkommen verpflichtet alle Staaten, Massnahmen zur Reduktion der Treibhausgase zu ergreifen. Es tritt in Kraft, sobald es durch 55 Staaten ratifiziert ist, die 55 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verantworten. In der Schweiz muss das Parlament der Ratifikation zustimmen.

Bisherige Massnahmen verstärken

Zur Umsetzung soll das CO2-Gesetz revidiert werden. Der Bundesrat will wie angekündigt 30 Prozent der Reduktionen durch Massnahmen im Inland erzielen. Die restlichen 20 Prozent könnten via Emissionshandel durch eine Verminderung von Emissionen im Ausland erbracht werden.

Die Instrumente aus dem aktuellen CO2-Gesetz sollen beibehalten und verstärkt werden. Im Zentrum steht dabei eine Abkehr von fossilen Energien, wie das Umweltdepartement (UVEK) in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt.

Auch Landwirtschaft betroffen

Der Bundesrat will Zwischenziele festlegen. Neu betreffen diese nicht nur den Gebäude-, den Verkehrs- und den Industriesektor, sondern auch die Landwirtschaft. Diese soll über die Agrarpolitik einen Beitrag zur Reduktion der Treibhausgase leisten.

Die Schweiz sei als Alpenland besonders vom Klimawandel betroffen und habe ein grosses Interesse an einer erfolgreichen internationalen Klimapolitik, schreibt das UVEK. Die globalen Temperaturen sind seit Beginn der Messungen 1864 im Schnitt um 0,85 Grad Celsius gestiegen. In der Schweiz ist es im gleichen Zeitraum um 1,9 Grad Celsius wärmer geworden.

34 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Peter Frei (parker)
    Es geht nur um den Profit! Man muss eine Lüge nur oft genug wiederholen und sie wird zur Wahrheit.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Thomas Leu (tleu)
      @ Peter Frei: Welche Lüge? Das sind schwere Vorwürfe, die Sie an die ganze globale Wissenschaft richten. Haben Sie Beweise?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Benedikt Jorns (Benedikt Jorns)
    Die Abhängigkeit von den fossilen Brennstoffen nimmt in den kommenden Jahrzehnten weltweit zu (bereits 87% der Energieversorgung). Auch die Schweiz importiert zunehmend Kohlestrom. Es ist unser Beitrag an die internat. koord. Forschung und Entwicklung in den fünf Bereichen Energieeffizienz, erneuerbare Energie, Kernreaktoren der 4. Generation, Transmutation von langlebigen in kurzlebigen radioaktiven Abfall und Kernfusion, welcher uns schrittweise von den fossilen Energiequellen weg bringt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Beatrice Mayer (signorinetta)
    Damit die Politiker sich wieder mal als Klassenbeste in einer völlig aussichtslosen Sache fühlen können, wird die Bevölkerung zur Kasse gebeten. Wenn es nicht zum Weinen wäre, es wäre wirklich zum Lachen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Mike Steiner (M. Steiner)
      ...und das dies in einer Demokratie passieren kann -ja, dass man nur schon den Versuch unternimmt, es zu tun-, ist eigentlich ein Armutszeugnis unseres Landes. Ich bin seit Jahren beschämt, Schweizer zu sein!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen