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Schweiz Söldnerfirma verlässt die Schweiz

Ein «unüberwindbares Hindernis»: Die Sicherheitsfirma Aegis hat ein Problem mit dem neuen Bundesgesetz zur Regulierung von Sicherheitsfirmen.

Briefkasten von Aegis
Legende: Die Sicherheitsfirma Aegis zieht aus. Keystone

Die Sicherheitsfirma Aegis zieht wieder aus der Schweiz ab. Den Wegzug aus Basel begründet die international tätige Firma mit dem neuen Gesetz, Link öffnet in einem neuen Fenster zur Regulierung von Sicherheitsfirmen, welches im letzten Herbst verabschiedet wurde.

Die Entscheidung, die Schweiz zu verlassen, sei «eine direkte Konsequenz» der neuen Gesetzgebung, teilte Aegis in der «Schweiz am Sonntag» mit. Das Gesetz stelle ein «unüberwindbares Hindernis» für die Branche dar.

Aegis kontrolliert eine der weltweit grössten Sicherheitsfirmen, die in Krisen- und Konfliktgebieten tätig ist. Als die Firma 2010 ihren Holding-Sitz nach Basel verlegte, waren Forderungen nach einer Regulierung laut geworden.

Letzten Herbst verabschiedete das Parlament das Gesetz über die im Ausland erbrachten privaten Sicherheitsdienstleistungen. Unter anderem wurden eigentliche Söldnerfirmen verboten.

Von der Schweiz aus operierende private Sicherheitsfirmen dürfen sich nicht unmittelbar an Feindseligkeiten im Rahmen von bewaffneten Konflikten im Ausland beteiligen. Und Sicherheitsfirmen müssen zudem heikle Aufträge im Ausland dem Bund vorgängig melden.

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19 Kommentare

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  • Kommentar von ali Berber, Sins
    Gott sei dank, dass solche Firmen verschwinden.
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  • Kommentar von T.Hofer, Rosshäusern
    Ich bin gar nicht unglücklich darüber, wenn sich Konzerne dieser Sparte nicht hierzulande ansiedeln. Dass dazu nun ein Gesetzt ins Leben gerufen wurde, mit dem die grassierende Wirtschafts-Reagulierungswut ein neues Nievau erreicht, ist zu bedauern. Das Verbot eine bestimmte strafrechtlich eigentlich nicht relevante Dienstleistung anzubieten, erinnert an die tragische Geschichte des ältesten Gewerbe der Welt - für welches es in jüngster Zeit doch allmälich wieder Hoffnung zu geben schien..!
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    1. Antwort von A.Käser, Zürich
      T.R./Immerhin sind es gesetzliche Grundlagen,die gewisse moralische und ethische Richtlinien erfüllen.Richtlinien,die auch unser Volk in diesem Sinne schützen sollen.Wenn es etwas dagegen einzuwenden gibt,ist dies nicht nachvollziehbar.Schliesse mich deshalb dem Kommentar von Max Brüllhardt(27.04.014;16:36) und seinem Dank an die zuständigen Politiker an.Danke!
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  • Kommentar von rené studer, zürich, thailand
    Für SRF gäbe es mehr über Aegis und ähnliche Sicherheitsfirmen zu berichten, eine Frage der Moral. Einschüchterung heisst das Programm. Sie tragen keine Namensschilder, Dienstnummern. In England ist der Sicherheitsapparat auf 500 000 Privat Personen ausgebaut worden mit fraglichen Kompetenzen. In den USA noch mehr, mit der Befugnis eines Polizisten. Geheimdienste und Staatliche Institutionen lagern zum teil AUFTRÄGE an solche Firmen aus, dazu gehört unter anderem Folter und töten! Ein stück NWO!
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    1. Antwort von T.Hofer, Rosshäusern
      Ist ja mal krass... dagegen sind die bösen Rechtspopulisten hierzulande ja fast schon anständig. Wenn die im Eifer der Volksverhetzung das Völkerrecht in Frage stellen, reden sie jeweils von "per Verfassung" aushebeln. Das wäre also wenigstens dann noch eine quasi rechtsstaatlich geregelte Verletzung der Menschenrechte. Und die Amis rühmen sich ihrer fortschritlichen Verfassung währenddem sie das Töten und Foltern einfach mal kurzerhand outsourcen...
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