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Schweiz Solaranlagen: Kontrolle statt Bewilligung

Wer eine kleine Solaranlage auf sein Hausdach stellen will, kann dies bald eigenmächtig tun. Der Bundesrat hat die bisherige Bewilligungspflicht aufgehoben. Doch: Kontrolle muss sein.

Ab dem 1. Dezember dürfen Hausbesitzer kleine Solaranlagen auf ihren Immobilien montieren – und zwar ohne vorhergehende Bewilligung durch das Eidgenössische Starkstrominspektorat. Im Gegenzug werden die Anlagen bei der Abnahme und auch während des Betriebs regelmässig kontrolliert.

Die entsprechenden Anlagen waren im Sommer bereits von der Baubewilligungspflicht befreit worden. Nun entfällt auch die vorgelagerte technische Kontrolle.

Mit dem Systemwechsel erhofft sich der Bundesrat, dass Solaranlagen rasch gebaut und in Betrieb genommen werden. Er hat dazu die entsprechende Verordnung angepasst. Das teilte das Bundesamt für Energie mit.

Mit der gleichen Verordnungs-Revision änderte der Bundesrat zugleich die Regeln für Sachplan- und Plangenehmigungsverfahren. Der Ablauf soll rascher vonstatten gehen.

Was heisst «klein»?

Unter kleinen Solaranlagen versteht der Bund Anlagen mit einer Leistung von weniger als 30 Kilovoltampere.

9 Kommentare

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  • Kommentar von Marc Mathys, Seeberg
    Ich bin mitt allem einverstanden was Sie gepostet haben, es ist noch ein Thema aufzunehmen. Ein Problem bleibt am Schluss immer noch, nehmlich das Verteilmanagement. Wenn man nur noch Solar, Wind und Wasserkraft einsetzten möchte braucht es eine enorme Abänderung des Stromnetztes in der Schweiz. Was wiederum eine Menge an Kosten mit sich bringt. Wer dies wohl bezahlt ??? Ob das auch realisierbar ist bis 2050??
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  • Kommentar von Peter Hallwyl, Zürich
    @Jürg Jehle. Das kann man durch Kapazitätsausbau der (bestehenden) Pumpspeicherwerke und durch internationalen Austausch kompensieren. Aber der Wille dazu muss vorhanden sein. Der ergibt sich dann schnell, wenn wir für die Abschaltung der AKW fixe Termine setzen.
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    1. Antwort von Jürg jehle, Lohn-Ammannsegg
      @peter Hallwy, einverstanden mit Ihnen, genau so muss das Volk informiert werden, der Wille allein genügt nicht. Deutschland hat sich massiv verrechnet und hat während 3/4 der Zeit pro Jahr keinen Solar- und Wind-Strom und würde gerne mit den Schweizer Pumspeicherseen Strom austauschen. Zeit- Investitionspläne sind das politische Kernproblem.
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  • Kommentar von Jürg jehle, Lohn-Ammannsegg
    Es genügt nicht Unmengen von Anlagen zu installieren, wie der Irrglaube allgemein Veröffentlicht wird. Wird das Volk bewusst angelogen? Die alten Kraftwerke liefern Strom während 365 x 24 Stunden. Sonne und Wind nur bei gutem Wetter. Während 3/4 der Zeit eines Jahres kommt der Strom nur aus anderen Kraftwerken. Und wie funktioniert die Energiewende? Mit neuen Energien (Speicher, Geothermie usw.) die Strom liefern wenn er benötigt wird.! Dann die AKW abschalten.!
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    1. Antwort von M. Keller, Thurgau
      Durch Einbau eines Akku können die Photovoltaik-Anlagen den nicht gebrauchten Strom auch speichern, und dann Nachts abgeben (we have the technology)... Man weis, das am Tag der Bedarf höher ist als Nachts. Wenn also bsp. sämtliche Industriegebiete (Flachdächer usw) mit PV-Anlagen ausgerüstet würden, könnten jene einen Teil des Bedarfs decken = weniger Kraftwerke, die aber genug Strom für Nachtbedarf liefern... Aber ich gehe mit Ihnen überein, das nur ein Mix das Problem löst..
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