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Schweiz Sommaruga: «Asylpolitik auf Augenhöhe»

Eine Woche war Bundesrätin Sommaruga in Afrika. Mitgebracht hat sie zwei Abkommen. Das Ziel: Einfachere Rückführungen. Von einseitigen Regelungen will die Bundesrätin aber nichts wissen.

Sieben Tage dauerte der Besuch von Bundesrätin Simonetta Sommaruga in Afrika. Im Reisegepäck bringt sie nun zwei neue Migrationsabkommen mit den Staaten Angola und der Demokratischen Republik Kongo nach Hause. Sie sollen die Rückführung abgewiesener Asylsuchenden erleichtern.

Nur durch gutes Zureden kamen diese Abkommen aber nicht zustande. So wurde mit den Staaten auch eine Zusammenarbeit bei der Ausbildung vereinbart. Die heutige Migrationspartnerschaft setze mehr auf die freiwillige Rückkehr, die mit Ausbildungsmöglichkeiten oder Mikrokrediten gefördert wird, sagt Sommaruga im Interview mit der «Tagesschau». Zudem sei auch eine Ausbildung der Behörden geplant. Von «Abkommen auf Augenhöhe» spricht Sommaruga.

Die Schweiz hat bereits mit Tunesien und Nigeria solche Abkommen unterzeichnet. Hier ortet Sommaruga aber noch Verbesserungspotenzial. So müsse etwa der Prozess der Rückkehr von abgelehnten Asylbewerbenden noch schneller werden.

Andererseits habe sie auch Menschen getroffen, die sich dank dem Rückkehrprogramm in ihrer Heimat Nigeria eine Existenz aufbauen konnten.
 
 

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20 Kommentare

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  • Kommentar von T.Hofer, Rosshäusern
    "Andererseits habe sie auch Menschen getroffen, die sich dank dem Rückkehrprogramm in ihrer Heimat Nigeria eine Existenz aufbauen konnten." Frau Sommaruga, in der Asylpolitik geht es um die Frage der Aufnahme von Flüchtlingen und ferner um die Rückkehr nicht oder nicht mehr schutzbedürftiger Menschen. Was Sie hier beschreiben ist ein Programm zur Vergabe finanzieller Unterstützung unter der Bedingung einmal in die Schweiz einzureisen um dann wieder in die Heimat zurückzukehren.
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  • Kommentar von W. Helfer, Zürich
    Unser Asylwesen, unsere Sozialkassen und Sozialeinrichtungen sind nicht dazu bestimmt, Arbeitslose, nach mehr Glück (Geld) strebenden Weltenbummler zu finanzieren. Wer sich in einem anderen Land Mehr erhofft soll dies versuchen. Aber auf eigene Kosten, für Unterkunft, Essen, Medizin etc.! Wenn man aber diesen Weltenbummler die Türe in unsere Sozialindustrie öffnet, muss man sich auch nicht wundern, wenn immer mehr kommen. Der eigentliche Sinn! sollte BR Sommaruga wieder in den Sinn kommen!
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  • Kommentar von Alexander Moser, Interlaken
    Abkommen auf Augenhöhe? Das tönt gut - nur sollte das vielleicht mal auf die CH angewenet werden? gegenüber den eigenen Bürgern benehmen sich unsere Bundesräte alles andere als "auf Augenhöhe" sondern viel mehr "von oben herab" - und da macht Frau Somaruga leider keine Ausnahme!
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    1. Antwort von Marlene Zelger, 6370 Stans
      Aus Frau Sommarugas persönlicher Antwort auf mein Schreiben: "Zur Zeit arbeiten wir mit Hochdruck an einer umfassenden Neustrukturierung des Asylwesens. Das vorrangige Ziel dabei ist es, die Asylverfahren erheblich zu beschleunigen." Weiter verspricht sie Kostenverringerung bei kürzeren Verfahren, "...anderseits wissen die Asylsuchenden, wie es mit ihnen weitergeht". Kurze Verfahren seien unter anderem "IM INTERESSE DER BEVÖLKERUNG. Wir nehmen die Dame beim Wort!!!
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