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Arbeitsbedingungen für Bauern Sorgen auf der Alp

Alpwirtschaft ist Knochenarbeit. Viele Alp-Betriebe haben deshalb Probleme – denn nicht alle halten den Sommer durch.

Legende: Audio Älplerleben: Privileg ohne Romantik abspielen. Laufzeit 6:26 Minuten.
6:26 min, aus Echo der Zeit vom 21.07.2017.

Das Wichtigste in Kürze

  • In der Schweiz gibt es zirka 7000 Alpbetriebe. Momentan sind rund 17'000 Bauern auf der Alp. Sie erwirtschaften jährlich 280 Millionen Franken. Das entspricht elf Prozent des Einkommens der Landwirtschaftsbetriebe in der Schweiz.
  • Doch die harte harte Arbeit geht vielen an die Substanz. Sie müssen aufgeben.

14-Stunden-Tage, schwere körperliche Arbeit, wenig Lohn, wenig Schlaf – das geht selbst eingefleischten Älplern an die Substanz. Nicht selten kommt dann das Alpofon zum Zug.

Ursprünglich sei die Hotline schlicht als Sorgentelefon gedacht gewesen, sagt Barbara Sulzer, die das Alpofon nebenamtlich betreut. Heute betreibe es aber primär Personalvermittlung. Aufgrund der harten Arbeits- und Lebensbedingungen würden viele Arbeitskräfte ausfallen.

«Es bleiben immer etwa dieselben Themen, warum Personal gesucht wird: Krankheit und Unfall, fast ebenso häufig wegen Konflikten, Überforderung oder falschen Vorstellungen von der Alpwirtschaft.»

Ansprüche der Aushilfs-Älpler gestiegen

Pro Sommer bräuchten etwa 70 Alpbetriebe eine Personalvermittlung. Das entspricht einem Prozent aller Schweizer Alpbetriebe. Diese Zahl bleibe laut Barbara Sulzer über die Jahre relativ konstant.

Zugenommen hätten hingegen die Anrufe, bei denen es nicht um Notsituationen, sondern um persönliche Präferenzen geht. «Wer unzufrieden ist auf der Alp, etwa weil es ihm mit seinen Mitälplern nicht gefällt, versucht heute eher eine neue Alpstelle zu finden. Diese Möglichkeit gab es früher gar nicht.»

So hat das Angebot des Alpofons auch dazu geführt, dass die Ansprüche der Aushilfsälpler gestiegen sind und sie einen Ort finden wollen, an dem es ihnen wirklich gefällt.

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Kobi Fischer (Kobeli)
    Fünf Aelpler frühzeitig wieder abgereist !!! Wo liegt da bloss der Hund begraben. Das gabs ja noch nie auf dem Spycherberg.
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  • Kommentar von Silvia Reichenbach (skog.flicka)
    Intressante Komentare... Warum schicken wir nicht gleich die Asylanten in alle Berufsbranchen? Sie verstehen ja die Sprache und man kann ihnen alles erklären. Melken, Käsen, Holzen etc. muss auch erst gelernt sein. Ach und die Personen die gerne die Bergen der Natur überlassen möchten; fangt zuerst bei euch selber an! Stichwort Ferien, Konsumverhalten, Luxus etc.
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Man könnte doch Asylanten und Arbeitslose für kurze Zeit abwechslungsweise im Sommer für solche Arbeiten einsetzen. Besser als immer nur herum sitzen und dem Sozialwerk auf der Tasche liegen. Die Gemeinden sollten sich dafür einsetzen. Ein Dank an alle die diese Knochenarbeit machen. Unsere Landschaft hegen und pflegen.
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    1. Antwort von Markus Wüthrich (Markus Wüthrich)
      für so ein job braucht es ein gewisses intresse und viel kraft das durchzu stehn!bei meinem letzten job als zusenn hatten wir junge landdienstler,die einen mit intresse super, andere die eher von eltern dazu genötigt wurden wussten nach 2 wochen noch nicht das es kein bauernhof,sondern ne alpwirtschaft ist!geschweige das auf ner alp käse produziert wird!
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