Sozialhilfequote im Asylwesen leicht gestiegen

Die Zahl der Sozialhilfebezüger im Schweizer Asylwesen ist letztes Jahr um gut einen Fünftel angestiegen. Knapp 23'900 Personen wurden unterstützt.

Drei Asylbewerber an einem Tisch von hinten fotografiert, vor ihnen eine Schultafel mit deutschen Sätzen

Bildlegende: Asylbewerber sind stärker auf Unterstützung angewiesen als vorläufig Aufgenommene. Keystone

Fast neun von zehn Asylsuchenden und vorläufig Aufgenommenen in der Schweiz wurden 2015 finanziell unterstützt. Das zeigt die Sozialhilfestatistik.

Die stärkste Zunahme gab es bei den vorläufig Aufgenommenen, die weniger als sieben Jahre in der Schweiz lebten. Laut Bundesamt für Statistik wurden am 30. Juni 2015 in dieser Kategorie rund 10'200 Personen registriert (+ 45 Prozent).

Die Zahl der Asylbewerber, die Sozialhilfe beziehen, erhöhte sich demgegenüber um lediglich 7 Prozent auf 13'600.

Im Mittel betrug die Sozialhilfequote aller Personen im Asylbereich fast 89 Prozent. Das entspricht einem Plus von 5 Prozentpunkten.

Asylbewerber brauchen mehr Unterstützung

Weil Asylbewerber in den ersten Monaten nicht arbeiten dürfen, liegt ihre Sozialhilfequote mit 94 Prozent über dem Durchschnitt.

Die Höhe der Beihilfen blieb stabil: Für Grundbedarf, Wohnen, Gesundheitskosten gab es 1119 Franken. Ausbezahlt wurden nach Abzug allfälliger Einkommen im Schnitt 1087 Franken.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Eritreer in der Schweiz kritisieren Asylpolitik

    Aus Tagesschau vom 12.8.2016

    Die Eritreer in der Schweiz befürchten, dass vielen Landsleuten das Recht auf Asyl verwehrt wird. Die Behörden jedoch sagen, alle gesetzlichen Vorschriften würden auch bei den hohen Rückführungszahlen eingehalten.