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Schweiz Spital wird immer mehr zur Kostenschleuder für Versicherungen

Das Gesundheitswesen wird immer teurer: Die Kosten zu Lasten der obligatorischen Grundversicherung stiegen 2012 um 3,2 Prozent. Stationäre Spitalaufenthalte halten den Monsteranteil an den Kosten.

Ein Mann liegt in einem Spitalbett.
Legende: Die Kosten für stationäre Spitalbehandlungen haben sich im letzten Jahr um 1,3 Prozent erhöht. Keystone

Die Kosten im Gesundheitswesen sind wieder gestiegen. 2012 waren es 3252 Franken pro versicherte Person, 100 Franken mehr als im Vorjahr. Dies meldet das Bundesamt für Gesundheit (BAG).

Gemäss dem Monitoring der Krankenversicherungs-Kostenentwicklung (MOKKE) des BAG wurden gegenüber 2011 vor allem Spitex, Labor und Arztbehandlungen teurer. Die stärkste Steigerung verzeichnet die Spitex mit 6,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies sind 76 Franken pro versicherte Person, 5 Franken mehr als im Vorjahr.

Die Kosten bei den Laboratorien nahmen um 5,8 Prozent auf 49 Franken pro Kopf zu. Jene der ärztlichen Behandlungen stiegen um 3,5 Prozent auf 690 Franken, 23 Franken mehr als im Vorjahr.

Grösster Kostenfaktor: «Spital stationär»

Die ärztlichen Behandlungen machen 21,2 Prozent der Gesamtkosten aus. Zusammen mit den Leistungen der Spitalambulatorien (558 Franken pro Kopf) sind es knapp 40 Prozent.

Die Kostengruppe «Spital stationär» bleibt mit 22,4 Prozent der Gesamtkosten oder durchschnittlich 728 Franken pro Versicherten der grösste Kostenfaktor der obligatorischen Krankenversicherung. Die Kosten für stationäre Spitalbehandlungen haben sich im letzten Jahr um 1,3 Prozent erhöht.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    H. Bernoulli/04.03./05:43.Nicht die vielen Alten,sondern die Zivilisationskrankheiten in schon viel jüngeren Jahren,lassen die die Kosten im Gesundheitswesen und somit die Prämien ansteigen.Herz/Kreislauf,Diabetes,Krebs,Gelenke,nicht zuletzt die Psychiatrie usw. Krankheiten,die die jährl.einbezahlten Prämien ums Vielfache übersteigen.Diese jedes Jahr ca.100'000 Eingewanderten leben nicht gesünder, sind genauso betroffen von solchen Krankheiten,welche solidarisch getragen werden müssen.
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 stans
    Je mehr Ausländer einwandern, desto mehr Spitalpatienten müssen gepflegt werden. Auch diese Tatsache ist ein Kostenfaktor. Auch müsste man betreffend die Chefarzthonorare über die Bbücher. Oder geniessen diese "hohen Tiere" der Medizin und Chirurgie etwa Immunität?
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    1. Antwort von H. Bernoulli, Zürich
      Haben Sie, Frau Zelger, den Artikel gelesen? Es geht um Kostenwachstum pro versicherte Person, also nicht nur insgesamt. Man kann auch alles duch die SVP-Propagandabrille sehen...
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  • Kommentar von P. Leitzmann, Frankreich
    Hr. Bernoulli spricht mir aus dem Herzen. Zusätzlich wird eine Aufklärung durch den Bund auf der Veruracherebene, dort wo künftige Krankheiten/Kosten entstehen, durch die Pharmalobby verhindert oder belächelnd abgeschwächt. Eine gesunde Lebensführung, natürliche Verpflegung, wo notwendig eine erfolgreiche Ernährungsterapie etc. Jedoch nicht alle Branchen sind daran interessiert. Der gesunde Mensch ist frei, kann nicht manipuliert werden, steht nicht unter Druck. Gesund sein erzeugt kein ...
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