Zum Inhalt springen
Inhalt

Schweiz Spitalfinanzierung beschäftigt die Justiz

Letztes Jahr wurde die neue Spitalfinanzierung eingeführt. Doch Spitäler und Versicherer sind sich bei den Tarifen nicht einig. Deshalb muss sich jetzt das Bundesverwaltungsgericht einschalten.

Seit 2012 finanzieren sich die Krankenhäuser in der Schweiz über ein neues Tarifsystem. Jeder Spitalaufenthalt wird mit einer Fallpauschale vergütet. Über deren Höhe streiten die Akteure im Gesundheitswesen, Spitäler und Krankenkassen, noch immer.

Da Kosten unter anderem von der Lohnsumme, den Investitionen und der Miete eines Spitals abhängen, schwanken die Pauschalen von Fall zu Fall. Dies führte zu einem Basispreis. Auf dessen Grundlage wird der endgültige Preis berechnet. Die Rechnung wird der Krankenkasse (45 Prozent) und dem Kanton (55 Prozent) belastet. Das Problem: Spitäler und Versicherer sind sich nicht einig, wie diese Basisrate berechnet werden soll.

Entscheid kann sich hinziehen

Bei den anhaltenden Meinungsverschiedenheiten bestimmt der Kanton provisorische Tarife. Dagegen haben mehrere Krankenkassen Beschwerde eingelegt. Es geht um Hunderte Millionen Franken.

Das Bundesverwaltungsgericht wird jedoch einige Monate warten, bevor es entscheidet, welche Beschwerden Beispielcharakter haben. Bis ein Urteil fällt, könnte es ein bis zwei Jahre dauern.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Andreas Kunz, 8572 Berg TG
    Die Kosten im Gesundheitswesen werden weiterhin steigen. Das ist ein Fakt und kann mit den jetzigen Versuche, wie Fall-pauschale, Medikamentenpreise, usw. nicht gestoppt werden! Keiner der Kantone hat den Mut dazu, Schritte zu unternehmen die unpopulär sind aber endlich den Prämienanstieg stoppen würde. Und zwar schlichtweg das Schließen von Spitäler. Da fährt man man zum Beispiel von Kreuzligen nach Winterthur. 60 Kilometer und kommt an drei Spitäler vorbei. Ist da nicht eines zuviel?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von M. Keller, Thurgau
    Ach Spitäler und Versicherer können sich nicht einigen? Wo bitte können sich die Patienten(Versicherten) hinwenden? Schliesslich zahlen wir den ganzen Gugus, der da in den Hinterzimmern der Bundeshauslobby zusammenflickschustert wurde...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen