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Spitze der reformierten Kirche Gottfried Locher klar wiedergewählt

Legende: Video Gottfried Locher im Amt bestätigt abspielen. Laufzeit 01:36 Minuten.
Aus Tagesschau vom 17.06.2018.
  • Gottfried Locher bleibt Präsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbunds (SEK).
  • Die Pfarrerin Rita Famos, Abteilungsleiterin für Spezialseelsorge der Landeskirche Zürich war gegen Amtsinhaber Locher angetreten.
  • Locher konnte sich an der Abgeordnetenversammlung in Schaffhausen mit 43 zu 24 Stimmen gegen Rita Famos durchsetzen.

Der 51-Jährige wird zum dritten Mal SEK-Präsident. Allerdings erreichte seine Gegenkandidatin Rita Famos (52) einen Achtungserfolg.

Die Zürcher Seelsorgerin hatte erst vor 18 Tagen überraschend ihre Kandidatur bekannt gegeben. Sie konnte einen Teil der 67 Stimmen auf sich vereinen, weil Locher innerhalb der reformierten Kirche umstritten ist.

Viele nehmen ihm übel, dass er eine Art reformierter Bischof werden wollte. Auch sorgte er mit pointierten Zitaten für Schlagzeilen. Er kritisierte eine angebliche Feminisierung der Kirche und sagte, Prostituierte leisteten einen wichtigen Dienst für die Gesellschaft. Daraufhin wurde Locher Sexismus vorgeworfen.

Sendebezug: SRF4 News 18.00 Uhr

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Adrian Flükiger (Ädu)
    Ich bin grundsätzlich bei Taufen, Hochzeiten und Bodenhochzeiten in der Kirche anzutreffen. Die meisten PfarrerInnen machen einen guten Job. Diese Wahrnehmung habe ich auch grundsätzlich punkto Herrn Locher. Er neigt aber wohl schon etwas zum Kirchenfürsten, deshalb: einen Bischof wie in Deutschland brauchen wir in der Schweiz auf keinen Fall. Als Reformierter ist es für mich zentral, dass der reformierte Anteil stärker als der evangelische im Mittelpunkt steht. Dann ist dieses Problem gelöst.
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    1. Antwort von Andreas Michel (Andreas Michel)
      Ich frag mich allerdings schon noch - einfach weil ich Reformierter sein möchte, der sich ständig reformiert (semper reformanda): Vielleicht ist ein Bischofsamt für den reformierten Kirchenflickenteppich doch etwas tolles, und Gottfried Locher der von Oben Erwählte. Ohne Profil sind Pneus ja unbrauchbar. Frage bleibt für mich, ob ein Einfamilienhaus oder ein Mehrfamilienhaus als Wohnstätte vorzuziehen ist. Ich fühle mich wohl in einem MFH - oder einem EFH mit vielen Nachbarn in ihren EFH's.
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  • Kommentar von Andreas Michel (Andreas Michel)
    Das Ratspräsidium "formuliert Anregungen zum kirchlichen Leben und zur kirchlichen Auftragserfüllung." So der SEK-Verfassungsentwurf. So wird dem Präsidium die "geistliche Leitung" übertragen und damit eine Funktion, die in unserer röm.-kath. Schwesterkirche vom Bischof ausgefüllt wird. Unproblematisch wenn "formuliert" nur "unverbindlich und unter vielen auch von ihm formuliert" verstanden wird. Gerade angesichts der Ambitionen des heutigen Präsidenten ist das Gegenteil zu befürchten.
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  • Kommentar von Dominic Lehmann (thedcpat)
    Aber er braucht keine Kirchenvorsteher, die solche Aussagen tätigen. Das in der reformierten Kirche solche Aussagen ohne Konsequenz getätigt werden können, zeigt für mich ein unerwartetes und trauriges Bild.
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    1. Antwort von Charles Dupond (Egalite)
      Was fuer Aussagen? WahrheitsallergikerInnen sauer aufstossende Wahrheiten,,,,
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    2. Antwort von Andreas Michel (Andreas Michel)
      Problem eher der "Wahrheits"-Anspruch von Aussagen: Wenn Kirchenführer persönliche Aussagen machen, ist das nur ihr wie auch mein Recht - Meinungsäusserungsfreiheit. Wenn solche Aussagen jedoch "ex cathedra", d. h. zur absoluten "Wahrheit" erhoben werden mit der Androhung des Höllenfeuers bei abweichender Meinung, dann kann's leicht bis zu: "Führer befiehlt, wir folgen!" ausarten. Scheint mir "ecclesia reformata semper reformanda" oder der Freiheit eines Christenmenschen entgegenzustehen.
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