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Attentat von Berlin Spur der Tatwaffe führt in die Schweiz

Legende: Video André Marty zu den Ermittlungen um die Tatwaffe abspielen. Laufzeit 0:49 Minuten.
Vom 18.01.2017.
  • Die einzige Spur der Tatwaffe des Anschlags in Berlin führt in die Schweiz.
  • Sie wurde Anfang der 1990er Jahren auf legalem Weg ins Land gebracht. Dies teilen die Bundesanwaltschaft (BA) und das Bundesamt für Polizei (Fedpol) mit.
  • Das von der BA gegen Unbekannt eröffnete Strafverfahren könnte eingestellt werden.

Nach Ermittlungen des Bundesamts für Polizei (Fedpol) wurde die Faustfeuerwaffe des Attentäters in Berlin vor 25 Jahren legal in die Schweiz importiert.

«Später verlieren sich aber die Spuren, weil es damals ein kantonales, aber kein nationales Waffenregister gab», erklärte André Marty, Sprecher der BA. Laut den Ermittlungen des Fedpol wisse man aber, dass die Waffe später aus der Schweiz ausgeführt wurde. «Wohin ist aber unbekannt und lässt sich nach 25 Jahren wohl auch nicht mehr rekonstruieren.»

Diese Informationen habe man den deutschen Behörden übermittelt. Das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) hatte eine Anfrage zur Überprüfung der Waffe des Täters an das Fedpol gerichtet.

Keine Hinweise auf Attentäter in Berlin

Weitere Abklärungen in Zusammenhang mit dem Anschlag vom 19. Dezember in Berlin seien noch im Gang, verlautete von der BA.

Im Verfahren wurden sogenannte Kontaktdaten des Täters abgeklärt, die aber bisher keine konkreten Bezüge zu Personen in der Schweiz ergeben, wie Marty weiter sagte. «Sollte sich hier nicht noch etwas Grundlegendes ändern, dann dürfte das Strafverfahren der BA wohl nächstens eingestellt werden.»

Am Abend des 19. Dezembers 2016 fuhr auf dem Kurfürstendamm in Berlin ein Lastwagen in einen Weihnachtsmarkt. Neun Menschen kamen dabei ums Leben. Über 50 Personen wurden verletzt. Der mutmassliche Täter wurde später bei einem Polizeieinsatz in Mailand getötet. Dort hatte er mit der Waffe aus der Schweiz unvermittelt auf zwei Polizeibeamte geschossen.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Edwin Schaltegger (Edwin Schaltegger)
    Ob diese Waffe aus der Schweiz od. aus irgen einem andern Land stammt ist doch eher unwesentlich. Wollen die deutschen Behörden von ihrem Versagen bei diesem Terrordrama ablenken? Fakt ist, dass dieser Mann mit krimineller Vergangenheit und als IS Sympathisant bekannt war. Er konnte auch unerkannt quer durch Deutschland u. Frankreich reisen. Eine effiziente Videoüberwachung funktioniert dank Links-Grüne Politikern aus Daten-(Täter-) Schutz Gründen nicht.
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    1. Antwort von Joel Busch (Joel)
      Es hätte aber wesentlich sein können, wenn die Waffe zu einer aktiven Terrorzelle in der Schweiz geführt hätte, nicht wahr? Nur weil jetzt nichts wichtiges herausgekommen ist, heisst das nicht, dass die Entscheidung die Spur zu verfolgen falsch war.
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  • Kommentar von Werner Blatter (blatti)
    Der Witz ist ja das wir Tausende Gesetze haben die aber leider auf der Ganzen Welt lächerliche Rohrkrepierer sind wen jemand böses tun will... Der Mensch erfindet ständig neues aber man hat es bis heute nicht geschafft irgend etwas in den Griff zu bekommen, tragisch für die einen ,lächerlich für die anderen... Wenn man dann noch mitkriegt welche stellen wieder zu 100% versagt haben ja dann wird es schon fast grotesk!
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  • Kommentar von lorenz Bertsche (lorenz.bertsche)
    die waffe kommt aus der schweiz! oh, das wird vermutlich eines der nächsten "fressen" für die EU, kein schweizer darf seine waffe mehr zu hause haben. die wehrmänner müssen ihre sturmgewehre im zeughaus abgeben. würde mich nicht wundern. keine milizarmee mehr.
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