Zum Inhalt springen

Schweiz SRG spart weitere 40 Millionen Franken

Nach einem ersten Sparprogramm von 20 Millionen Franken 2015 wegen rückläufiger Werbeeinnahmen spart die SRG ab 2016 weitere 40 Millionen. Für die Sparmassnahmen gibt es zwei Gründe: die Mehrwertsteuer und den höheren Gebührenanteil von Lokal- und Regionalsendern.

Legende: Video Sparprogramm der SRG abspielen. Laufzeit 1:28 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 07.09.2015.

Das Bundesgericht hatte im April entschieden, die Gebührenzahler müssten keine Mehrwertsteuer zahlen – weshalb die Gebühr von 462 auf 451 Franken gesunken ist. Künftig muss die SRG deshalb die Mehrwertsteuer aus eigenen Mitteln begleichen. Das kostet die SRG jährlich 35 Millionen Franken.

Roger de Weck
Legende: Die SRG unter Roger de Weck begründet die Einschnitte mit den höheren Gebühren für Privatsender und der Mehrwertsteuer. Keystone/Archivbild

Die grössten Einsparungen beim SRF

Zudem sieht das revidierte Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) vor, dass der Gebührenanteil der privaten Lokal- und Regionalsender von vier auf bis zu sechs Prozent steigt. Dies mindert ab Mitte 2016, wenn das Gesetz in Kraft tritt, die Einnahmen der SRG weiter.

2016 und in den Folgejahren wird das SRG-Budget deshalb im Durchschnitt rund 40 Millionen Franken tiefer sein als heute. SRF spart rund 12, RTS in der Romandie 8,5 und RSI in der italienischen Schweiz 5,5 Mio. Das RTR der rätoromanischen Schweiz und Swissinfo beteiligen sich mit rund 600'000 beziehungsweise 200'000 Franken. Die Generaldirektion und die Business Unit Sport (BUS) sparen zusammen 8,5 Millionen. Gut 4,5 Millionen sollen national und bei überregionalen Vorhaben gekürzt werden.

Stellenabbau möglich

Eine von SRG-Finanzdirektor Beat Grossenbacher geleitete Arbeitsgruppe bereitet die Massnahmen vor. Mit Kürzungen beim Programm und einem Stellenabbau ist zu rechnen. Die SRG wird die Mediengewerkschaft SSM sozialpartnerschaftlich konsultieren und mit ihr über einen Sozialplan verhandeln.

«Die Massnahmen sind transparent, fair und konsequent umzusetzen», schreibt Generaldirektor Roger de Weck in einem Brief an alle Mitarbeitenden. «Gemeinsam stellen wir uns den finanziellen Herausforderungen und dem Umbruch der Medien: verantwortungsbewusst und entschlossen.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Marie-Luise Reck (remalu)
    Wen man zum einen liest die SRG müsse sparen und dann liest man aber das Herr de Weck letztes Jahr 10% mehr Lohn garniert haben soll, dann ist das in meinen Augen eine schalende Ohrfeige für als die Leute die keine Lohnerhöhung und nicht mal die Mehrwertsteuer, diese die SRG unrechtmässig eingezogen hat nicht zurück erstattet kriegen für die letzten Jahre. Ich hoffe nicht das SRG die Abkürzung für Sozialistische Raub Gebühr steht.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Stephan Lobsiger (Stephan Lobsiger)
    Ich frage mich folgendes: Warum muss die SRG jetzt auf einmal sparen...?? Wo sind all die millionen,welche von uns Gebührenzahlern ,seit jahren bezahlt wurden? Jetzt sind auf einmal sogar Arbeitsplätze in gefahr. Zuerst den karren an die wand fahren und dann die falschen konsequenzen ziehen. Typisch schweizerisch...... Hier ist meine Lösung: Im kader aufräumen. Das heisst: Unfähige leute entlassen und den anderen den lohn kürzen ,bis aufs gesetzliche minimum. Davor würde ich den hut ziehen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Christophe Bühler ((Bühli))
    Sorry, aber was sind 40 Kisten gespart bei 456.--Fr pro Schweizer Haushalt? Rechne Penuts? No Billag kommt so sicher wie das Amen in der Kirche. Da hat Herr RDW wohl keine Visionen?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen