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Schweiz St. Gallen bereitet sich auf Flüchtlinge vor

Der Kanton St. Gallen stellt Zivilschützer bereit – um für den Fall gewappnet zu sein, dass plötzlich ungewöhnlich viele Flüchtlinge an den Ostgrenzen der Schweiz auftauchen.

Der Kanton St. Gallen hat seinen Zivilschutz mobilisiert. Dies, um einen allfälligen stärkeren Flüchtlingsandrang zu bewältigen. Das berichtet «10vor10».

Das Staatssekretariat für Migration hatte die Kantone dazu aufgerufen, sich auf steigende Flüchtlingszahlen vorzubereiten. In St. Gallen sind diese Vorbereitungsarbeiten nun bereits in vollem Gang.

Flüchtlingen den Weg weisen

50 Zivilschutzleistende standen heute im Einsatz und haben temporäre Unterkünfte für Flüchtlinge bereitgestellt. Zudem besorgen sie den Transport der Flüchtlinge vom Bahnhof Buchs zu den Anlagen und übernehmen Betreuungsarbeiten.

Auf dem Arbeitsmarkt lasse sich das nötige Personal kaum so kurzfristig rekrutieren, sagt Fredy Fässler, Vorsteher des Sicherheits- und Justizdepartementes. «Und die Betreuung von Asylsuchenden, von Kranken und alten Menschen gehört zum Pflichtenheft des Zivilschutzes – die können das.»

Überlastete Aufnahmezentren

Die Zahl der Flüchtlinge, die über die Ostgrenze in die Schweiz einreisen, ist in den vergangenen Wochen stark gestiegen. Da die Erstaufnahmezentren des Bundes in der Region überlastet sind, stellt der Kanton St. Gallen mit den Zivilschutzanlagen zusätzliche temporäre Unterkünfte zur Verfügung.

Vier Zivilschutzanlagen im Kanton sind bereits in Betrieb, drei weitere könnten sofort bezogen werden. «Wir gehen aber davon aus, dass der Bund jetzt zusätzliche Kapazitäten schafft und die anderen Kantone vermehrt eingebunden werden», so Fässler.

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27 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Man bekommt das Gefühl, dass gewisse "Leute" (aus Politik und der Sozial-Industrie!) und deren "Wasserträger", es kaum erwarten können, bis auch bei uns Tausende Menschen aus völlig fremden Kulturen und Religionen ankommen! Nach "aussen" konnte man bis jetzt, im Verhältnis zu Deutschland, kaum von "humanen Glanzleistungen" der Schweiz sprechen! Das wird sich bestimmt bald ändern: Wenn "Andere" Zäune montieren, ist die tolerante und humane Schweiz schnell mal auf ALLEN Handy's wegweisend!
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  • Kommentar von Susanne Lüscher (Lol)
    Flüchtlinge sind auch nur Menschen und sie können einem Leid tun. Es hätte allerdings nie so weit kommen müssen, wenn man den Kriegstreibern (Falken) Einhalt gebietet hätte. Da haben die Europäer bereits bei Jugoslawien versagt, in Afghanistan, Irak, Libyen, Jemen und Syrien erst recht. Zu Recht kann man jetzt sagen: "Ihr habt die Zuständigen doch gewählt, Ihr trägt eine Mitschuld daran". Antwort darauf mit Seehofers Worten: "Diejenigen die gewählt sind, sind nicht diejenigen die regieren."
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  • Kommentar von Cayan Kandilli (Che)
    Gegen menschenverachtende Arroganz, Ignoranz und Borniertheit kann man sich erheben und argumentieren so viel wie man will, sie werden immer da sein. Sie waren auch schon immer da. Fakten spielen dabei keine Rolle, es kommt darauf an, welche Ängste man aus egozentrierter Sichtweise backen kann. Es ist aber kein rein Schweizer Phänomen, sondern ein globales in dem verantwortliche Provinz-und Regional-Politiker durch Polemik genau diese Eigenschaften zum Schwingen bringen....
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