Staatsanwaltschaft beschäftigt sich mit Vasella-Abfindung

Die zurückgezogene 72-Millionen-Abfindung für Daniel Vasella hat ein juristisches Nachspiel. Die Staatsanwaltschaft Basel hat ein Verfahren eröffnet. Wer genau im Fadenkreuz steht, wurde nicht genannt.

Bild von Daniel Vasella im Profil.

Bildlegende: Vasella befindet sich nicht mehr in der Schweiz. Doch seine zurückgezogene Abfindung bewegt noch immer. keystone

Die inzwischen wieder zurückgezogene Abfindung von Daniel Vasella bei Novartis zieht weitere Kreise.  Die Staatsanwaltschaft Basel hat ein Verfahren «gegen Verantwortliche der Novartis» eröffnet, teilte sie mit. Nun wird abgeklärt, ob ein Straftatbestand vorliegt.

Namen möglicher involvierter Personen wurden ausdrücklich nicht genannt. Zum genauen Straftatbestand wollte sich die Staatsanwaltschaft ebenfalls nicht äussern.

Anzeige von anonymer Seite

Der Verwaltungsrat hatte einer 72-Millionen-Franken schweren Abfindung für den zurückgetretenen Novartis-Verwaltungsratspräsidenten Daniel Vasella zugestimmt. Der Anlegeranwalt Hans-Jacob Heitz sowie eine anonyme Person erstatteten danach Anzeige, heisst es bei der Staatsanwaltschaft.

Nach scharfer Kritik von Politikern und Aktionären verzichtete Vasella auf die kontroverse Abfindung. Mittlerweile hat Daniel Vasella die Schweiz verlassen – und lebt nun in den USA.