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Ständeräte winken ab Schwerer Stand für Importverbot für Quäl-Fleisch

Ente wird zwangsgefüttert.
Legende: In der Schweiz verboten: Doch als Delikatesse wird die Leber von zwangsgefütterten Gänsen und Enten allweil eingeführt. Keystone
  • Der Import von Stopfleber und anderen tierquälerisch erzeugten Produkten soll nicht verboten werden.
  • Die zuständige Kommission des Ständerates hat eine Motion aus dem Nationalrat mit 9 zu 0 Stimmen bei einer Enthaltung abgelehnt.

Die Ständeratskommission unterstützt zwar den tierschützerischen Grundgedanken des Anliegens. Sie befürchtet bei einem Importverbot aber massive Konsequenzen für viele Branchen. Die Kommission ist sich auch unsicher, ob eine solche einseitige Regulierung das Wohl der Tiere massgeblich verbessern würde.

Deklarationspflicht verstärken

Den Hebel will die Kommission lieber bei der Deklarationspflicht ansetzen. Sie will den Bundesrat damit beauftragen, einen Bericht zum Thema vorzulegen. Dieser soll aufzeigen, wie die Pflicht zur Deklaration von Herstellungsmethoden, die nicht Schweizer Normen entsprechen, verstärkt werden könnte.

Die Motion von Matthias Aebischer (SP/BE) hatte in der grossen Kammer noch Anklang gefunden. Der Berner Nationalrat zielt mit seinem Anliegen auf Produkte wie Stopfleber und Froschschenkel ab.

16 Kommentare

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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Nach der Zwangsmast wartet der Tod. Die Tiere werden aus den Käfigen in Transportboxen gestopft und abtransportiert. Im Schlachthof geht es den Enten buchstäblich an den Kragen. In einer speziellen Vorrichtung sollen sie betäubt werden, anschliessend wird ihnen die Kehle durchgeschnitten, zum Ausbluten. Doch oft reicht die Betäubung nicht, und die Tiere verbluten bei vollem Bewusstsein. Ein grausamer Tod, Ende eines grausamen Lebens. Tierquälerei im Namen des Luxus.
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    1. Antwort von Edi Steinlin (stoni)
      Was mit diesen Enten gemacht wird ist mehr als überflüssig und ein Verbrechen. Typisch für unser Parlament, dass dies nicht verboten wird.
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Doppelmoral der Schweiz, die immer vom vorbildhaften Tierschutz spricht. Zebrochene Flügel und blutige Geschwülste. Ausserdem ersticken viele Tiere, wenn in der Hektik der Massenabfertigung der Schlauch aus Versehen in die Luft- statt in die Speiseröhre gesteckt werde. Das zwangsläufig aufkommende Fieber werde mit Antibiotika behandelt. Atemnot, Leberblutungen, Angst und Schmerzen gehören dazu. Die zuständige Kommission des Ständerates sollte sich schämen solche Quälereien zuzulassen.
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  • Kommentar von E. Waeden (E. W.)
    Stopfleber sollte unbedingt verboten werden. Und jeder, welche sie kauft, ist mitschuldig an Tierquälerei. Zudem sollten alle, welche das Verbot ablehnten, mal nur einen Tag in solche Mastbetriebe & dabei zuschauen müssen, wie die Tiere gequält werden.
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