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Stärkerer Mobilfunk Bundesrat ebnet Weg für 5G

Aufgestellte Smartphones.
Legende: In der Schweiz dürften die ersten 5G-Anwendungen 2020 oder 2021 verfügbar sein. Keystone
  • Der Bundesrat will dem Mobilfunk zusätzliche Kapazitäten zuzuweisen.
  • Auf dem Mobilfunknetz sollen künftig viel mehr Daten übertragen werden können.
  • Damit ebnet er den Weg für die Einführung der 5G-Technologie.
  • Die ersten 5G-Anwendungen in der Schweiz dürften 2020 oder 2021 verfügbar sein.

Künftig kann der Frequenzbereich 694-790 Megahertz, der ursprünglich dem Rundfunk vorbehalten war, für breitbandige Mobilfunkanwendungen genutzt werden. Wegen der guten Ausbreitungseigenschaften handelt es sich um ein sehr attraktives Frequenzband. Zusätzlich hat der Bundesrat auch Frequenzen im Bereich 1,4 Gigahertz und 3,5 Gigahertz für den Mobilfunk freigemacht.

Das sind gute Voraussetzungen für die Einführung der 5G-Technologie. Es handelt sich um den nächsten Mobilfunkstandard, mit der höhere Datenübertragungen bei kürzeren Antwortzeiten möglich sind.

Konkret werden 100 Mal höhere Datenraten erwartet als beim heutigen 4G-Standard. Der Inhalt einer DVD liesse sich damit in wenigen Sekunden laden. In der Schweiz dürften die ersten 5G-Anwendungen 2020 oder 2021 verfügbar sein.

Gebühren werden gesenkt

Die neuen Frequenzen werden im kommenden Jahr von der Eidgenössischen Kommunikationskommission vergeben. Das genaue Verfahren ist noch nicht klar. Die Gebühren für die Frequenzen im Bereich von 3,5 GHz, die voraussichtlich zuerst für 5G genutzt werden, hat der Bundesrat auf ein international übliches Niveau gesenkt.

Mit den tieferen Gebühren trägt der Bundesrat auch den ungünstigeren Ausbreitungseigenschaften höherer Frequenzen Rechnung. Diese eignen sich zur Kapazitätserhöhung, können aber weniger gut ins Innere von Gebäuden übertragen werden. Die Mobilfunkanbieter müssen daher mehr in Technik investieren. Die neuen Gebühren gelten ab 2018.

Für mehr Sicherheit

Mit der Revision des Nationalen Frequenzzuweisungsplans hat der Bundesrat auch Massnahmen getroffen, um der wachsenden Nachfrage der Rettungs- und Sicherheitsorganisationen nach Breitbandkommunikation nachzukommen. Auch für die Radarüberwachung von Naturgefahren im Alpenraum hat er zusätzliche Kapazitäten freigemacht.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Halbeisen (ch)
    Der Bundesrat gibt grünes Licht dafür, dass die Bevölkerung mehr verstrahlt wird. Super Erfolg. Logisch. Höhere Frequenzen für höhere Bandbreiten bedeuten mehr Energie der Strahlen. Man muss auch Nein sagen können. Das wäre eine Leistung. Schaut euch mal die zappeligen Kinder an. Das gab es in meiner Jugend noch nicht.
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    1. Antwort von Beat Morgenthaler (beatmaster)
      Das höhere Frquenzen mehr Energie mit sich bringen ist nicht ganz korrekt. Und das mit mehr Diagnosen mehr Fälle von “zappeligen Kinder” statistisch erfasst werden macht Sinn.
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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    zu wenige, kümmert 'hochfrequente elektromagnetische strahlung'. was muten wir unseren zellen zu geraden denjenigen zellen, die einen schnellen meatbolismus haben? bitte haltet das handy nicht ans ohr und schon gar nicht in der nähe von werdenden und geborenen säuglingen! 1.8 milliarden handys wurden 2013 weltweit verkauft. ich gehe davon aus, dass falls es noch nachfahren gibt, diese ähnlich wie bei den röntgenstrahlen und dem sorglosen umgang in den anfängen, diese die köpfe schütteln werden.
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    1. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Ist doch egal ob Luftverschmutzung oder Strahlung. Wir vernichten uns selbst. Und Herr Graf, die Informationen kommen noch, erst müssen wir die Vorpille mal schlucken.
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    2. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      @saleve : ja solche nachrichten laden uns ein entweder zu verzweifeln, sich in sarkasmus und zynismus einzuigeln....oder von passivität und fatalismus übermannen zu lassen. doch irgendwie wären wir es der nachkommenden generation schuldig, um jeden zentimeter zu kämpfen und uns für eine gute und lebbare zukunft stark zu machen....
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    3. Antwort von Beat Morgenthaler (beatmaster)
      Nicht ganz zutreffend. Wenn sie den Artikel lesen, sehen sie wie bereits vorhandene Frequenzen benutzt werden. Rundfunk war schon lange da. Und die Frequenzen im höheren Bereich 1.4GHz und 3.5GHz sind wie erwähnt nicht so gut bei der Gebäudepenetration. 2.4GHz für das WiFi im Haus und der Microwelle, sowie 5GHz wiederum für WiFi würden wohl mehr Einfluss haben. Was zu belegen wäre, auf wissenschaftlicher Eben wenn’s geht
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  • Kommentar von Urs Graf (U.G)
    mehr Frequenzen bedeutet mehr Hochfrequenzstrahlung. Werden die Verordnungen für nicht ionisierende Strahlung beibehalten, macht das nichts weil die max. Sendeleistung eines Mastes unangetastet bleibt. Die wichtigste Frage hier lautet: Hat der BR die 10x höheren! EU Grenzwerte durchgewunken? Gibt es dazu Informationen?
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