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Stalking-Vorwürfe CVP suspendiert Vizepräsident Buttet

Legende: Video CVP-Vizepräsident nach Stalking-Affäre freigestellt abspielen. Laufzeit 03:42 Minuten.
Aus Tagesschau vom 30.11.2017.
  • Die CVP Schweiz hat den Walliser Nationalrat Yannick Buttet per sofort als Vize-Präsidenten suspendiert.
  • Buttet hatte die Partei am Mittwoch über ein gegen ihn eingeleitetes Strafverfahren informiert. Daraufhin hat die CVP den Suspendierungsentscheid gefasst.
  • Für die CVP seien «jegliche Übergriffe gegen die Integrität anderer Menschen inakzeptabel», heisst es in einer Mitteilung der Partei.

Die CVP Schweiz gibt Suspendierung bekannt

Nationalrat Buttet habe derweil seine Suspendierung selbst beantragt. «Der Präsident hat diesen Antrag entgegengenommen», teilte CVP-Parteichef Gerhard Pfister mit.

Auslöser des Strafverfahrens ist gemäss Westschweizer Medien ein Polizeieinsatz in Siders VS am 19. November dieses Jahres kurz vor 2 Uhr nachts. Buttet soll eine Frau gestalkt und damit den Polizeieinsatz ausgelöst haben. Wie die Westschweizer Tageszeitung «Le Temps» berichtet, soll Buttet so lange an der Türe geklingelt haben, bis die Frau, welche alleine mit ihren Kindern zu Hause war, die Polizei rief.

«Ehekrise» durchlebt

Der Politiker sagte Westschweizer Medien, er habe eine Ehekrise durchgemacht, die sein Urteilsvermögen und sein Verhalten beeinflusst habe. Er wisse, dass er sich in dieser Zeit häufig alkoholisiert Personen auf eine Art genähert habe, welche diese als störend oder verletzend hätten empfinden können.

Für Yannick Buttet gilt die Unschuldsvermutung.

Schock bei der Kantonalpartei

Der Präsident der CVP Unterwallis, Serge Métrailler, zeigt sich «zutiefst schockiert» über die Enthüllungen. «Das im Artikel beschriebene Verhalten passt nicht zum Eindruck, den ich von Yannick Buttet habe und ich kenne ihn seit langem», sagte Métrailler.
Sollte das im Zeitungsartikel beschriebene unangemessene Verhalten gegenüber Frauen zutreffen, so sei dies «unentschuldbar», sagte Métrailler. Derzeit sei ein Ausschluss von Yannick Buttet aus der CVP aber kein Thema, das habe sich auch nach der Suspendierung aus dem Vizepräsidium der CVP Schweiz nicht geändert. Métrailler betonte zudem, dass für Buttet die Unschuldsvermutung gelte.

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Michael Räumelt (Monte Verita)
    Gott sei Dank ist er kein SVP`ler.. nicht auszudenken wie die "Denuzianten- Kommentare" hier geendet hätten.Aber es gilt immer noch im "Zweifel für den Angeklagten".... obwohl manche sich hier aufspielen, als wären sie Richter und Staatsanwalt und Henker in einer Person..
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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    Im frankofonen Sprachraum war aus der saekularen Epoche Frankreichs Sexuelles privat. Chefredaktoren, welche die Privat- oder gar Intimsfaere von Politikern verletzten wurden geschasst. Als die Presse einem Franzoesischen Praesidenten ein uneheliches Kind vorhielt sagte der nur "et?" (na und?). Und schon hatte er die Lacher auf seiner Seite. Aber der Schutz der Privatsfaere deckt eben Wasserprediger zurecht nicht. Wer Familientheokratie mit der Staatsgewalt durchsetzen will, muss sich mit Wasse
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  • Kommentar von Edi Steinlin (stoni)
    Ich gar nicht was die Aufregung soll ? In der CVP benehmen sich die Politiker ähnlich wie in der katholischen Kirche, ob man dies wahrhaben will oder nicht.
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